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Kunst

11.07.2018

Einblick in ein umfassendes Lebenswerk

Einen Tag nach seinem 80. Geburtstag vermittelt J. Paul Menz mit einer Ausstellung im Lauinger Rathaus einen Überblick über seine künstlerische Arbeit. Das Foto zeigt ihn vor seinem Bild „Megalithentempel auf Goso“.
Bild: Erich Pawlu

Lauinger Ausstellung zum 80. Geburtstag von J. Paul Menz.

Seinen 80. Geburtstag feiert J. Paul Menz am 12. Juli im privaten Rahmen. Aber am Freitag, 13. Juli, wird im Foyer des Lauinger Rathauses um 19 Uhr eine vom Kulturmarkt geförderte Jubiläumsausstellung mit 30 Menz-Objekten eröffnet. Mit dieser Werkschau erinnert der freischaffende Künstler J. Paul Menz an sein Lebenswerk, das zunächst an konservativen Stilen anknüpfte und sich allmählich auf die Anwendung der verschiedensten Techniken ausdehnte. Paul Cézanne und Pablo Picasso gaben die ersten Anregungen zu eigener künstlerischer Arbeit. Inzwischen hat sich Menz von Vorbildern gelöst und versteht den häufigen Wechsel der Stile in seinem Werk als Spiegelung einer großen Suche. Schon als Schüler der Lauinger Aufbauschule und des Musischen Gymnasiums wurde der 1938 geborene J. Paul Menz von Gymnasialprofessor Hoernes gefördert. Gesteuert durch familiäre Konditionen, ließ sich Menz zum Einzelhandelskaufmann ausbilden, heiratete 1963 seine Frau Dorothea, geb. Gentner, und eröffnete 1964 ein Herrenausstattungsgeschäft in Lauingen.

Aber immer blieb er seiner künstlerischen Berufung treu. An der Schwabenakademie Irsee erwarb Menz in den 1980er-Jahren die Qualifikation für die Dozententätigkeit in der Erwachsenenbildung im Bereich Gestaltung. Seitdem hat er an den verschiedensten Volkshochschulen mehrere hundert Interessenten an eigene künstlerische Betätigungen herangeführt. „Ich will mit meiner Kunst die Betrachter zu neuem Sehen anregen“, betont er. „Man soll begreifen, welchen Einfluss Farben auf das menschliche Dasein haben können.“ J. Paul Menz schätzt, dass sein eigenes Werk 800 bis 900 Bilder, Skulpturen und Glasarbeiten umfasst. Als einen besonderen Erfolg wertet er den Auftrag zur Ausstattung der Thora-Nische in der Synagoge Binswangen. Seine Themen sind inspiriert von Märchen und Traum, von Vision und Farbpsychologie, von Realität und Fiktion, von Symbolhaftigkeit und Landschaft.

Gewürdigt wird das Werk des Lauinger Künstlers bei der Vernissage am 13. Juli von Kulturmarkt-Vorsitzendem Anton Grotz. Für die musikalische Ausgestaltung der Eröffnung sorgt Josef Lehle, Gundelfingen, unter Einsatz der Klangskulptur Hang. Bis 29. Juli ist die Werkschau während der Öffnungszeiten des Rathauses frei zugänglich.

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