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Kommunalpolitik

27.06.2018

Eine Lücke mit Zukunft

In Schwenningens Ortsmitte entsteht ein neues Baugebiet. In was die Gemeinde noch investiert

Viel erinnert nicht mehr an das alte Anwesen. Seit wenigen Wochen ist alles plattgemacht und weggerissen worden. Und dort, wo nun eine große, freie Lücke in Schwenningens Ortsmitte zu sehen ist, soll bald ein neues Baugebiet entstehen. Der Name: „Im Oberdorf.“ Zwölf Wohneinheiten könnten dort entstehen – auch, wenn es dafür für die rund ein Hektar große Fläche noch viel Vorstellungsvermögen braucht. Bürgermeister Reinhold Schilling hat es, und ist zuversichtlich: „Der ein oder andere hat schon sein Interesse geäußert. Es war wichtig, dass wir das Anwesen ersteigert haben. Das sagen uns auch die Bürger.“ 720000 Euro hat die Gemeinde dafür investiert und laut Schilling damit einen weiteren Grundstein für die Dorfentwicklung im Ortskern gelegt. Insgesamt weit über eine Million Euro hat Schwenningen im vergangenen Jahr allgemein in den Grundstückserwerb investiert – und das alles aus eigener finanzieller Kraft. Seit 2012 – abgesehen von den Schulden im Schulverband – ist die kleine Gemeinde im Osten des Landkreises Dillingen schuldenfrei. Und das bleibt auch in diesem Jahr so, wie es der Gemeinderat im Etat für 2018 vergangene Woche beschlossen hat. Schilling: „Diese finanzielle Situation erlaubt es uns, auch mal kräftig zu investieren. Und das haben wir gemacht.“

So wurde nicht nur das alte Anwesen neben dem schon bereits erworbenen anderen Gebäude in der Ortsmitte gekauft, sondern auch drei weitere Grundstücke in Gremheim. Am vierten ist der Rathauschef gerade dran, wie er erzählt. „Wir haben in beiden Ortsteilen noch Bauplätze, aber nicht im Überschuss“, so Schilling. Momentan wartet er noch auf die Ergebnisse der Baugrunduntersuchung für das Baugebiet „Im Oberdorf“, im Etat stehen heuer nur die Planungskosten. Mit 135000 Euro schlägt dagegen die Querungshilfe für die B16, die vor wenigen Tagen offiziell eingeweiht wurde (wir berichteten), im diesjährigen Etat zu Buche. Aber den hohen Ausgaben stehen auch Einnahmen entgegen. 50 Prozent werden staatlich gefördert, so bleiben an der Gemeinde Schwenningen rund 30000 Euro hängen. „Das war eine wichtige Investition und damit sind wir dem Wunsch der Anwohner auch nachgekommen. Es ist definitiv eine Hilfe für Schüler und auch Senioren.“ Rund 10000 Euro nimmt die Gemeinde Schwenningen in die Hand, um in der Treidelhalle in Gremheim Akustik-Verbesserungen vorzunehmen – die Maßnahmen sind bereits abgeschlossen. Der Grund: Es gab Beschwerden, dass es bei Veranstaltungen zu laut ist. Ein sogenanntes Schallschutzgutachten hat einen Wert von 3,2 ergeben, nun – nach Einbau von Spanntüchern in die Decke – ist der Wert auf 0,23 gesunken. „Wir haben zuerst eine große Lösung diskutiert, aber uns aufgrund der Anzahl der Veranstaltungen auf diese Maßnahme geeinigt“, so Reinhold Schilling.

Geeinigt hat sich der Gemeinderat in seinem Haushalt auch darauf, dass in den kommenden Wochen am Radweg in Richtung Tapfheim vier neue Straßenlampen erreichtet werden – alle mit LED ausgerüstet. Die Kosten belaufen sich auf circa 20000 Euro. Die Strecke ist rund 300 Meter lang, die Lampen sind bereits bestellt. Schon im November vergangenen Jahres wurden beide Ortsteile, Schwenningen und Gremheim, komplett auf LED umgerüstet. Die Kosten von 80000 Euro werden heuer abgerechnet. „Ich meine, schon jetzt in der Abrechnung die Einsparungen zu erkennen“, sagt Reinhold Schilling.

Weitere 20000 Euro sind für neue Urnenstelen auf dem Schwenninger Friedhof eingeplant. Vor zehn Jahren, so Schilling, sind die ersten Stelen errichtet worden, fünf neue sollen nun dazukommen.

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