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Dillingen/Glött

22.08.2020

Eine Radtour zum „Himmelreich“ oberhalb von Aislingen und zurück

An der Holzheimer Sebastianskapelle (links) ist der Radler dem Himmel ein Stückchen näher – und sein Blick reicht weit hinein ins Donautal. Ein Wegpunkt der Radlrunde ab der Dillinger Staustufe ist das Waldstück „Himmelreich“ zwischen Heudorf und Ellerbach.
Bild: G. Hödl (5), H. Brunda

Plus Weite und Wasser kennzeichnen die Radtour von der Dillinger Staustufe ins Aschberg-Gebiet. 40 Kilometer Wiesen und Feldern, Seen und Wäldern. Unterwegs gibt es dabei noch etwas zu lernen.

Das „Himmelreich“ liegt näher, als Sie denken! Von Dillingen aus benötigen Radler und E-Biker nur eine gute Stunde dorthin. Und wie von höchstgöttlicher Seite versprochen, ist es dort wirklich schön. „Himmelreich“ heißt ein Waldstück zwischen Heudorf und Ellerbach im Naherholungsgebiet Augsburg Westliche Wälder. Es markiert die Halbzeit auf der hier beschriebenen, rund 40 Kilometer langen Bike-Rundtour.

Ein himmlischer Drive-in im Weisinger Forst

Die Specht-Hütte ist dort ein himmlischer Drive In. Wer Pause machen will, der muss sich seine Brotzeit freilich schon selbst mitbringen. Manna, Ambrosia und Nektar stehen nicht bereit. Dafür gibt es am Radler-Rastplatz überdachte Sitzgelegenheiten und sogar einen befestigten Grillplatz. Gleich neben der 1960 angelegten und 1991 komplett neu errichteten Specht-Hütte speist der Reichenbach den idyllischen Kähnweiher – alles inmitten eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Mittelschwabens, dem „Weisinger Forst“.

Von Aislingen aus hinauf ins "Himmelreich"

Seinen Namen erhielt das „Himmelreich“ übrigens Mitte der 19 Jahrhunderts von dem Dillinger Revierförster Häring. Zu dieser Zeit wurde auch ein Großteil des Wegenetzes durch den Wald und die romantischen Wiesentäler angelegt.

Der Weg ins „Himmelreich“ ist zwar nicht steinig, will aber ein Stück weit hart erstrampelt werden. Das „Fegefeuer“: Ein knackiger, über 500 Meter langer Anstieg führt südlich aus Aislingen hinauf in die sanftwelligen Aschberg-Höhen und zum dort rotierenden, mächtigen Windrad. Eine zweite vergleichbare Anstrengung auf dieser Himmelreich-Tour folgt nördlich aus Ellerbach heraus in Richtung Eppisburg. Ansonsten ist entspanntes Radeln angesagt.

Eine himmlische Aussicht weit über Lauingen und Dillingen hinaus

Wer in der Senke vor dem Recyclinghof den linksabzweigen Feldweg nach Holzheim nicht verpasst, wird wenig später mit einer himmlischen Aussicht belohnt: Von der Sebastianskapelle blickt der Radler weit ins Donautal hinein bis über Lauingen und Dillingen hinaus oder in die andere Richtung auf die Hügel der Aschberg-Region. Kurz vor der Kapelle gibt es am liebevoll hergerichteten Lehrbienenstand einiges über Fauna und Flora zu lernen.

Nach der Abfahrt von der Sebastianskapelle durch Holzheim hinunter ist die Strecke zurück in der Ebene. Kurz hinter Weisingen lockt schließlich das „Nordschwäbische Seenland“ zum Sonnenbaden oder einer erfrischenden Abkühlung in den zahlreichen Baggerseen.

Vom Rad weg schnell zum Golfen?

Oder der Radler lernt so ganz nebenbei noch schnell das Golfen: Auf der Driving Range des GC Dillingen dürfen „Schnupperer“ ihre ersten Schläge ausprobieren. Zwei Dutzend Übungsbälle gibt es schon für zwei Euro, der Leihschläger im Klubsekretariat ist kostenlos. Danach ein Kaltgetränk an der Nusser Alm – göttlich!

„Wir bleiben zu Hause“ – wegen der Corona-Beschränkungen auch in den Ferienwochen. Urlaub und Erholung in der Region sind angesagt. In unserer Serie „Urlaubsparadies Heimat“ zeigen wird Möglichkeiten, vor Ort Neues zu entdecken und sich dabei bestens zu entspannen.

Die weiteren Folgen dazu:

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Hommage an die Heimat

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