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Dillingen

28.11.2014

Eine Safari im Kinderhaus

Die Kinder aus dem Kinderhaus in Syrgenstein haben aus alten Zeitungen, leeren Milchtüten und Joghurtbechern Tiere gebastelt. 
Bild: Schwarzbauer

 Paula Print sieht in Syrgenstein viele wilde Tiere aus nächster Nähe. Angst hat sie dabei nur am Anfang

Von Andreas Schwarzbauer

 Ein riesiger Hai mit einen großen Maul und spitzen Zähnen kommt plötzlich auf Paula Print zu. „Roar“, brüllt der Hai. Die Zeitungsente flattert erschrocken auf einen Schrank im Bastelraum des Kinderhauses in Syrgenstein. Sie versteckt sich dort hinter einem Karton und macht sich ganz klein.

„Hier bin ich in Sicherheit, denn Haie können nicht fliegen“, denkt sich Paula. Allerdings hat sie auch noch nie davon gehört, dass Haie an Land herumspazieren. Und trotzdem ist sie soeben vor so einem Ungeheuer auf den Schrank geflüchtet. Paula befürchtet schon: „Vielleicht ist es ein Superhai.“

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Vorsichtig lugt die Zeitungsente herunter und sieht die Kinder um den Schrank herumstehen. „Vorsicht, hier treibt sich irgendwo ein unheimlicher Hai herum“, ruft sie. „Kommt lieber alle auf den Schrank.“ Die Kinder lachen. „Das ist doch mein Hai“, sagt Florian. „Ich habe einen Tiger“, ruft Max. „Und ich einen Löwen“, sagt Julian. „Aber das sind doch ganz gefährliche Tiere. Habt ihr denn keine Angst vor ihnen?“, fragt Paula erstaunt. „Ich bin doch kein Feigling und außerdem sind die Tiere aus alten Zeitungen“, sagt Max.

Paula ist noch nicht ganz überzeugt. Vorsichtig klettert sie vom Schrank herunter und schaut sich misstrauisch die Tiere genauer an. Florian hält Paula den Hai hin. Tatsächlich, seine Haut ist nicht grau, sondern weiß mit schwarzer Schrift. Auf seinem Rücken seht ganz groß Donau-Zeitung. Und das Maul mit den spitzen Zähnen besteht aus einer leeren Shampooflasche. Florian sagt: „Die habe ich in der Mitte auseinandergeschnitten. Dann habe ich lauter Zacken reingemacht. Jetzt schaut sie aus wie der Mund von einem Hai. “

Paula schaut sich auch die anderen Tiere genauer an: Der Löwe hat einen roten Joghurtbecher als Kopf. Die vier Beine sind aus Klopapierrollen. Mit Wolle hat ihm Julian außerdem eine gelbe Mähne gemacht. Und als Augen hat der Bub Kronkorken aufgeklebt.

Marita Lemmer, die Leiterin des Kinderhauses, erklärt: „Wir haben dieses Jahr das Thema ‘Umwelt und Natur’. Deshalb haben wir aus alten Zeitungen und Abfall Tiere gebastelt.“ Tanisha, Annika und Emily haben Pferde gebastelt. „Das sind unsere Lieblingstiere“, erklären die drei Mädels. Außerdem gibt es einen Bären, zwei Kängurus, einen Schmetterling, eine Ente und sogar einen Elefanten. Paula kommt sich beinahe vor wie auf einer Safari. „Ich möchte auch ein Tier basteln“, quakt die Zeitungsente. „Was für ein Tier möchtest du denn machen?“, fragen die Kinder. Da muss Paula erst einmal überlegen. Das ist schwierig, denn Paula findet so viele Tiere toll. Plötzlich springt sie vor Freude auf: „Jetzt weiß ich es. Ich bastel mir eine Ente. Dann bin ich nicht mehr die einzige Zeitungsente in der Redaktion.“

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