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Kultur

24.06.2016

Eine Schatzgrube historischer Dokumente

Tag der offenen Tür (von links): Simon Knaus, Helmut Herreiner, Nikolaus Keis, Michael Holzinger und Blindheims Gemeindearchivar Erwin Mayer im Archiv der Marktgemeinde Bissingen.

Ein Blick in das Bissinger Archiv lohnt sich – nicht nur am Tag der offenen Tür

„Wer einmal hier anfängt, in den alten Dokumenten zu stöbern, kann meist nicht mehr aufhören“, sagt Bissingens Gemeindearchivleiter Helmut Herreiner beim Tag der offenen Tür. Seit 2004 im alten Feuerwehrhaus der Marktgemeinde untergebracht, hat sich das Archiv zu einer wahren Schatzgrube historischer Schriften, Karten und Amtsutensilien der 18 ehemaligen eigenständigen Gemeinden entwickelt, die seit der Gemeindegebietsreform die Großgemeinde Markt Bissingen bilden. „Rund 350 laufende Meter an Archivmaterial sind in den Regalen untergebracht“, sagt Helmut Herreiner, darunter Schriftstücke aus dem Dreißigjährigen Krieg, Rechnungsbücher der Marktgemeinde, die bis zum Jahr 1736 zurückführen, oder über ein Jahrhundert alte Geburtsregister der Ortsteilhebammen, abgefasst in bewundernswerter Schönschreibschrift.

Doch auch neuere Bücher über die Geschichten der 18 Ortsteile können in den großzügig gestalteten Archivräumen von jedermann eingesehen werden, sofern mit dem Archivleiter Helmut Herreiner ein Termin vereinbart wurde. Denn außer den zweimaligen Tagen der offenen Tür pro Jahr gibt es nach den Worten von Bürgermeister Michael Holzinger für das Marktgemeindearchiv keine offiziellen Öffnungszeiten. „Die erste bekannte Ortschronik der Marktgemeinde wurde vor rund 100 Jahren von Oberlehrer Georg Engel zusammengestellt und dann von Hauptlehrer Johann Hösch und Rektor Friedrich Hartmann weitergeführt worden“, berichtet Herreiner.

Nach der Gemeindegebietsreform seien jedoch auch noch die archivierten Schriftstücke aller bis dahin 17 selbstständigen Gemeinden im Keller des alten Rathauses untergebracht worden, was zu einer unglaublichen Unordnung geführt habe. Mit viel Fleiß und großem Engagement habe sich dann Helmut Herreiner der Sache angenommen, sagt Michael Holzinger, wobei er von Nikolaus Keis und Simon Knaus tatkräftig unterstützt worden sei und weiterhin unterstützt werde.

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