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ASM

28.04.2016

Eine herausragende Gundelfinger Stadtkapelle

Beim Wertungsspiel das Allgäu-Schwäbischen Musikbund Bezirk 17 Dillingen/Donau war vor allem der Auftritt der Gundelfinger Stadtkapelle herausragend. Mit „ausgezeichnetem Erfolg“ fuhren sie vom Kesseltal zurück ins Donautal.
Bild: Knötzinger

Die Musiker geben alles beim Vorspielen und können richtig punkten.

Die Erleichterung war Dirigent Benjamin Markl deutlich anzuhören, als die letzten Töne verklungen waren. Auch von seinen Musikern der Stadtkapelle Gundelfingen wich die Anspannung sichtbar der Freude über das Erreichte. Das Blasorchester hatte beim Wertungsspiel des Allgäu-Schwäbischen Musikbund Bezirk 17 Dillingen/Donau in Bissingen am sogenannten Stundenchor teilgenommen. Dabei bekommen Dirigent und Musiker ein Musikstück vorgelegt, das vom Verlag noch nicht publiziert wurde und den Teilnehmern somit unbekannt ist. Dann haben sie eine Stunde Zeit, das Werk einzustudieren und müssen es anschließend einer Jury und dem Publikum vortragen. „Ein Musikstück dieser Qualität quasi vom Blatt aufzuführen ist schon eine besondere Herausforderung“, betonte Anette Paulus, stellvertretende Bezirksvorsitzende, bei der Anmoderation der Gundelfinger.

Doch auch die anderen Kapellen, die ein Pflicht- und ein Selbstwahlstück in monatelanger Probenarbeit einstudiert hatten, boten außerordentliche Leistungen. „Auf das Ergebnis der Jury kommt es aber letztendlich gar nicht an“, sagt Bezirksdirigentin Ingrid Philipp, die für die Durchführung des Wertungsspiels verantwortlich ist. „Der Weg ist das Ziel.“ Wenn sich die Musiker in der intensiven Probenarbeit umfassend mit den Details der Musikstücke beschäftigen, bringe sie das musikalisch unheimlich weiter und stärke die Gemeinschaft beim Musizieren. Der Dirigent erhalte durch einen neutralen Blick von außen wertvolle Impulse, was bei der Arbeit mit dem Orchester verbessert werden könne. In Bissingen nahmen in der Friedrich Hartmann Sporthalle sechs Gruppierungen mit rund 270 Musikern teil.

Die Bewertung erfolgte durch eine dreiköpfige Jury in vier Kategorien (Grund-, Unter- Mittel- und Oberstufe). Benotet wurden unter anderem Kriterien wie Intonation, Zusammenspiel, Rhythmik, Klangqualität oder Dynamik. „Auch für die Zuhörer hat sich der Weg nach Bissingen gelohnt“, so Bezirksvorsitzender Josef Werner Schneider. Schließlich gäbe hier jedes Orchester sein Bestes bei der Interpretation der Konzertstücke und sorge so für einen beeindruckenden Hörgenuss. Dies gelte auch für die drei Nachwuchsorchester, die teilgenommen hatten. Schneider bedankte sich in seiner abschließenden Ansprache auch beim Musikverein Bissingen, der die Organisation vor Ort übernommen hatte.

Teilgenommen beim Vorspielen in Bissingen und folgendes Prädikat erzielt haben insgesamt: Vororchester der Stadtkapelle Wertingen (Grundstufe): mit ausgezeichnetem Erfolg; Jugendkapelle Binswangen (Unterstufe): mit ausgezeichnetem Erfolg; Klarinettenquartett der Stadtkapelle Lauingen (B mittel): mit sehr gutem Erfolg; Jugendorchester der Stadtkapelle Wertingen (Mittelstufe): mit sehr gutem Erfolg; Musikverein Binswangen (Oberstufe): mit ausgezeichnetem Erfolg; Stadtkapelle Gundelfingen (Oberstufe): mit ausgezeichnetem Erfolg.

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29.04.2016

Zum Bericht: "Eine herausragende Leistung der Stadtkapelle Gundelfingen"

Wenn eine andere Kapelle eine noch bessere Bewertung erzielt hat, wie geschehen, dann ist die Leistung der Gundelfinger durchaus sehr gut oder meinetwegen auch hervorragend, aber eben nicht "herausragend". Herausragend aus was? Aus einem mehr als dürftigen Teilnehmerfeld, bei dem die Vorstandsmitglieder des Bezirkes 17 im Allgäu-Schwäbischen Musikbund zwar salbungsvoll kundtum, was richtig und wichtig wäre, aber ihre eigenen Orchester nicht zum Mitmachen bewegen können - oder wollen. Das ist alles andere als "herausragend"!

Helmut Storr

Binswangen

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