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23.01.2015

Eine lange Aufgabenliste

Dieses Jahr soll die Park-&-Ride-Anlage verwirklicht werden.
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Dieses Jahr soll die Park-&-Ride-Anlage verwirklicht werden.

Vor Blindheims Bürgermeister Jürgen Frank liegt ein intensives Jahr

Das neue Jahr ist noch jung. In den Kommunen werden aber schon neue Pläne geschmiedet, viele Projekte wurden sogar schon angepackt. Die Donau-Zeitung hat mit den Bürgermeistern aus dem Verbreitungsgebiet gesprochen und sie gefragt, was auf ihrer Prioritätenliste ganz oben steht.

Die Liste der Projekte, die Jürgen Frank 2015 fertigstellen oder anpacken will, ist lang. Sehr lang. „Mir wird es definitiv nicht langweilig“, sagt Blindheims Bürgermeister und lacht. Schon jetzt würde das neue Jahr seine Schatten vorauswerfen. Mit das größte und auch wichtigste Projekt ist die Fertigstellung der Arbeiten zwischen Wolpertstetten und Berghausen. Das Zwei-Millionen-Projekt beschäftigt die Gemeinde seit einigen Jahren, in wenigen Monaten, davon geht Frank aus, soll das Thema dann vorerst vom Tisch sein. „Projekte in dieser Größe können wir uns nur alle paar Jahre leisten“, so der Bürgermeister. Ob im Haushalt 2015 deswegen oder generell neue Schulden aufgenommen werden müssen, sei zum jetzigen Stand noch nicht sicher. Sicher ist aber, dass die Kanalarbeiten von Wolpertstetten nach Berghausen bereits fertig sind, im Frühjahr nimmt die Baufirma wieder ihre Arbeit auf und stellt die Verbindungsstraße fertig.

Mit einer schnellen Fertigstellung rechnet Bürgermeister Frank in Sachen Park-&-Ride-Anlage in Blindheim zwar nicht, aber bis zum Sommer will er auf jeden Fall was sehen. Immer wieder ist dieses Projekt auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzungen in den vergangenen Monaten gewesen, immer wieder wurden die Pläne neu geschrieben. Und auch jetzt steht noch eine Entscheidung aus: Soll ein Buswendeplatz gleich mitgebaut werden oder nicht? Frank hat eine klare Meinung: „Ich sage Ja. Wenn wir es jetzt nicht mitbauen, dann bauen wir es nicht mehr. Wir sollten zukunftsorientiert denken.“ Aktuell warte er noch auf eine Aussage der weiteren Vorgehensweise der Deutschen Bahn, und dann solle der Bau der Anlage endlich losgehen.

Erste Maßnahmen finden auch bezüglich der sieben bestehenden Spielplätze in der Gemeinde statt. Alle müssen überdacht und aufgewertet werden, so Frank. Dafür wurde im vergangenen Jahr extra eine Arbeitsgruppe, bestehend, aus verschiedenen Gemeinderatsmitgliedern, gegründet. „Man muss überlegen, ob man wirklich alle Plätze braucht. Allein in Blindheim haben wir vier“, so Frank. An manchen sei der Sanierungsaufwand gering, bei anderen müsse man dagegen mehr investieren. „Das wird jetzt angepackt und Schritt für Schritt auf Vordermann gebracht.“

Eine schnelle oder gar einfache Lösung ist dagegen beim Thema Nebelbachstuben nicht in Sicht. Mal wieder gibt es keinen Pächter – mit dem bisherigen wurde der Vertrag nach nur einem knappen Vierteljahr wieder aufgelöst. „Und auch jetzt ist es nicht so, dass die Interessenten Schlange stehen. Wir können uns nicht aussuchen, wenn wir dort haben wollen“, sagt Jürgen Frank. Schon diese Woche habe er aber mit einem potenziellen Interessenten einen Termin, erste Gespräche werden geführt.

Viele und intensive Gespräche will der Blindheimer Rathauschef im kommenden Jahr auch mit Eigentümern leer stehender Gebäude oder Anwesen im Ortskern führen. „Wir brauchen neue Bauplätze, das ist klar. Wir wollen aber nicht nur schöne Neubausiedlungen bauen und den Ortskern leer stehen lassen.“ Er könne sich vorstellen, dass die Gemeinde einige Anwesen kaufen, die alten Gebäude abreißen und neue Bauplätze an diesen Stellen installieren könne. „Da es sich aber immer um Privateigentum handelt, kann so was auch schnell wieder vom Tisch sein.“

Dringend angepackt werden muss auch die Blindheimer Mehrzweckhalle. Laut Frank müsse einiges saniert werden. Außerdem soll es für die Gemeinde neue Begrüßungsschilder geben, die Website soll überholt werden, im Sommer könne sich der Bürgermeister mit seinem Gemeinderat eine Klausur vorstellen, Planungen für einen Neujahrsempfang sind auf der Liste, eine Kinderbürgerversammlung würde Frank gefallen, und eine Umfrage unter den Bürgern zum Thema Lebensqualität will er auch anschieben.

Gut, dass der 48-Jährige privat wohl eher ein ruhiges Jahr vor sich hat, wie er sagt. „Wir fahren im Sommer eine Woche in den Campingurlaub nach Italien. Viel mehr ist nicht geplant.“

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