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Jubiläum

08.12.2016

Eine neue Halle zum Geburtstag

3300 Quadratmeter groß ist die neue Fertigungshalle der Firma Wölz, die sie sich quasi zum 40. Geburtstag geschenkt hat. Gründer Siegfried Wölz und sein Sohn Boris, der die Geschäfte führt, sind stolz auf die Entwicklung des Gundelfinger Unternehmens.
Bild: Indrich

Vor 40 Jahren machte sich Siegfried Wölz selbstständig. Heute arbeiten in der Gundelfinger Firma 125 Mitarbeiter. Bald auch in einem neuen Gebäude

Sechs Mitarbeiter waren es, die 1975 in der Montagegruppe Wölz begannen. Bis zum Konkurs hatten sie für die Firma Kalinna in Lauingen gearbeitet, die gerade mit dem Neubau des Bundeskanzleramts in Bonn beschäftigt war. Doch dann kam das Aus für die Firma. Und nicht nur die Mitarbeiter mussten sich auf eine neue Situation einstellen. Auch das Bundeskanzleramt war noch nicht fertig.

Die Montagegruppe, die Siegfried Wölz kurz entschlossen gründete, war es, die die Arbeiten weiterführte und im Anschluss auch noch bei der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg am Werk war. Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Viel ist in den vergangenen 40 Jahren passiert. 1978 wurde die Montagegruppe aufgelöst und das Unternehmen Siegfried Wölz Stahl- und Metallbau GmbH gegründet. 3000 Quadratmeter Grund kaufte Wölz damals von der Stadt für seinen Firmensitz. Und der ist seitdem stetig gewachsen. Mittlerweile umfasst das Betriebsgelände im Industriegebiet in Gundelfingen 34000 Quadratmeter und mehrere Hallen.

In den vergangenen Monaten, pünktlich zum 40. Geburtstag der Firma, ist nun eine weitere Halle dazugekommen. Vier Millionen Euro werden dafür in diesem und im kommenden Jahr investiert. Die neue Halle hat eine Fläche von 3300 Quadratmetern und soll für entspanntere Verhältnisse in der bisher sehr beengten Fertigung sorgen, wie Geschäftsführer Boris Wölz erklärt. Er folgte 2002 seinem Vater und führt das Tagesgeschäft alleine. „Uns war klar: Wenn wir zukünftigen Ansprüchen gerecht werden wollen, dann müssen wir an den Gebäuden etwas verändern.“ Durch die neue Halle sollen vor allen Dingen auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter verbessert werden, die mit immer größeren Elementen umgehen. Nachdem man das Glück habe, viele Mitarbeiter seit Jahrzehnten im Unternehmen zu haben, müsse man auf der anderen Seite auch auf eine körperliche Entlastung achten. Das erreiche man durch die Fertigungsstraße in der neuen Halle, auf der sich die Elemente selbst bewegen. Gleichzeitig ist neben der Halle auch eine Bürotrakt entstanden, sodass bald auch die Mitarbeiter, die momentan in einem Teil der Firma Bissinger untergebracht sind, wieder auf dem Firmengelände arbeiten. Insgesamt 125 Menschen beschäftigt die Firma Wölz derzeit. Sie, sagen Boris Wölz und sein Vater Siegfried einhellig, seien der Garant für den Erfolg der Firma. Sehr wichtig sei aber auch die reibungslose Übergabe der Verantwortung an Boris Wölz gewesen – das jüngste von vier Kindern von denen alle im Betrieb arbeiten. So erfolgreich verlief die, dass ein Professor aus der Diplomarbeit eines Studenten zum Thema „Unternehmensübergabe im Handwerk am Beispiel der Firma Wölz in Gundelfingen“ sogar ein paar Seiten in sein Buch übernahm. Langsam und Schritt für Schritt habe er die Aufgaben des Geschäftsführers übernommen, sagt Boris Wölz, der nach dem Ingenieurstudium in die Firma einstieg. „Ich habe die Verantwortung nie gespürt. Aber manchmal stehe ich jetzt schon da und reibe mir die Augen.“ Immerhin macht die Firma einen Umsatz von mehr als 30 Millionen Euro – Tendenz steigend. Dabei, sagt Siegfried Wölz, seien Redlichkeit, Ehrlichkeit und Nachhaltigkeit immer das oberste Prinzip gewesen. In einer oft hart umkämpften Branche habe die Firma Wölz langjährige Beziehungen zu Kunden aufgebaut, die auf Vertrauen basieren. „95 Prozent unserer Kunden sind Wiederholungstäter.“

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