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Höchstädt

21.01.2020

Einladung für den Höchstädter Bürgermeister wieder aufgetaucht

In Höchstädt gibt es eine neue Außenstelle des Bezirks.
Foto: Veh

Von der Eröffnung der neuen Außenstelle des Bezirks erfährt Rathauschef Gerrit Maneth nur aus der Heimatzeitung. Warum seine Einladung im falschen Briefkasten landete.

Am vergangenen Freitag wurde die neue Außenstelle des Bezirks Schwaben in Höchstädt politisch eingeweiht. Doch für diese Eröffnung hatte der Bürgermeister von Höchstädt, Gerrit Maneth, keine Einladung erhalten.

Warum ist mit der Einladung für den Bürgermeister passiert

Wie das passieren konnte? Der spurlos verschwundene Brief sorgte für viele Diskussionen im Landkreis, manch einer vermutete sogar, es habe ihn nie gegeben. Nun ist er wieder aufgetaucht: 74 Meter weiter wurde er versehentlich bei einer falschen Hausnummer eingeworfen, wie die Pressestelle des Bezirks am Dienstag mitteilte.

Er sei gleich am Samstagmorgen von mehreren Bürgern gefragt worden. Deshalb, so Bürgermeister Gerrit Maneth, habe er folgenden Post auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht: "Wie ich heute in der Donau-Zeitung gelesen habe, wurde gestern die Beratungsstelle des Bezirks im Schlossinfogebäude mit mehreren Ehrengästen offiziell eröffnet. Bin deshalb schon etwas verwundert, dass ich als 1. Bürgermeister dazu nicht eingeladen wurde. Gerne möchte ich mich beim Bezirkstagspräsidenten Martin Sailer sowie dem CSU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Johann Popp für ihren Einsatz bedanken. Das Team um die Leiterin Simone Konrad heiße ich im schönen Höchstädt recht herzlich willkommen." Die Reaktionen auf diesen Post ließen nicht lange auf sich warten. Da heißt es beispielsweise "Unglaublich, was ist das für ein Benehmen?" oder "So etwas darf's nicht geben".

Hat es politische Hintergründe?

Am Freitag wurde eine Außenstelle des Bezirks Schwaben im Höchstädter Schlossinfogebäude offiziell eröffnet. Bei Fragen zu den Themen Soziale Hilfen, Gesundheit, Kultur und Heimatpflege, Natur und Umwelt, Jugend und Bildung sowie Europa gibt es nun in der Donaustadt die erste Anlaufstelle in ganz Schwaben. Damit, so die Idee von Johann Popp, CSU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag und Bezirksrat, wolle man Türen für alle Bürger im Landkreis öffnen. Höchstädts Bürgermeister Maneth freue sich "sehr über diese Belebung" im Schlossinfogebäude, wie er auf Nachfrage mehrfach betont, und will "zeitnah einen Termin mit der Leiterin ausmachen und mich vorstellen, damit wir vonseiten der Stadt auch gut zusammenarbeiten können". Damit sei die Sache mit der fehlenden Einladung für ihn erledigt. Denn, so Maneth weiter, diese neue Anlaufstelle sei durchweg positiv. Und das, so betont Popp am Montag, solle doch im Mittelpunkt stehen. "Ich bin froh, dass es zustande gekommen ist. Man sollte nicht nachkarten", sagt Popp.

Das sagt der CSU-Kreisvorsitzende Winter dazu

Dass eine fehlende Einladung an den Freie-Wähler-Bürgermeister möglicherweise politische Hintergründe habe, wie auf Facebook spekuliert wird, schließen alle vehement aus. CSU-Kreisvorsitzender Georg Winter, der beim Termin dabei war, sagt: "Ich denke, das war keine Absicht." Es habe viele personelle Wechsel beim Bezirk gegeben, das könnte ein Grund gewesen sein. Oder, so der Abgeordnete, man habe den Kreis bewusst schlank gehalten. Weder – noch, wie Thomas Smekal nach Recherche betont. Der persönliche Referent des Bezirkstagspräsidenten sagt: "Das Schreiben ist bei uns rausgegangen, hat aber leider Herrn Bürgermeister Maneth nicht erreicht."

So ist die Außenstelle des Bezirks Schwaben erreichbar

Die Außenstelle des Bezirks in Höchstädt ist von Montag bis Freitag geöffnet. Weitere Informationen unter www.bezirk-schwaben.de oder via Telefon unter 0821/31014479.

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