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Jubiläum

18.06.2018

Einstehen für den Frieden

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Nach dem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche Schwenningen, zelebriert von Dekan Dieter Zitzler, marschierten die Gastvereine, angeführt vom Jubelverein zum Festzelt am Feuerwehrhaus.

Krieger- und Soldatenverein Schwenningen feiert 125-jähriges Gründungsjubiläum

„Wie so häufig bei Veranstaltungen und Festen der Krieger- und Soldatenvereine fällt in den Ansprachen und Reden der Satz: Mahner für den Frieden“.

Dieser Satz hat gerade in heutiger Zeit wieder seine Berechtigung, sagte Schwenningens Bürgermeister Reinhold Schilling als Schirmherr der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Gründungsjubiläum des Krieger- und Soldatenvereins Schwenningen. Doch hätten sich diese Vereine ebenfalls zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung wachzuhalten an diejenigen aus unserer Mitte, die den Ersten und Zweiten Weltkrieg überlebt haben. „Wir dürfen uns heute glücklich schätzen, bereits seit über 70 Jahren in Frieden zu leben, so Reinhold Schilling in seinen weiteren Ausführungen, weshalb wir weiter darüber wachen sollten, diesen Frieden nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen. „Auch daran sollen uns die Krieger- und Soldatenvereine erinnern.“

„Als vor rund 25 Jahren mit dem Zusammenbruch des Ostblocks auch der sogenannte Kalte Krieg sein Ende gefunden hatte, hieß es Abrüsten, die Armeen verkleinern und im politischen Zusammenspiel der ehemals bis an die Zähne bewaffneten Länder herrschte eitel Sonnenschein.“ Da hatten nach den Worten von Landrat Leo Schrell in den Köpfen und Meinungen vieler Menschen die Krieger- und Soldatenvereine keine Berechtigung mehr, als Mahner für den Frieden besonders in der deutschen Gesellschaft aufzutreten. „Doch blicken Sie in die Welt von heute“, so Leo Schrell weiter in seinem Grußwort. „Da sind nicht nur die Soldaten-, Veteranen- und Kriegervereine als Mahner für den Frieden wichtig, jeder Einzelne ist aufgefordert, für Frieden und Freiheit einzutreten.

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Ob Ukraine, Krim, IS, Syrien, Palästina, nur ein kleines Beispiel an kriegerischen Auseinandersetzungen in der Welt, die immer mehr an Oberwasser gewinnen“, so der Landrat. Wenn nicht jeder einzelne sich wirklich um die Erhaltung des Friedens bemühe, könne es wieder geschehen wie 1914, „als die Welt einfach so in den Krieg schlitterte“, ermahnte der Landrat und lobte dabei den Krieger- und Soldatenverein Schwenningen. Auf der einen Seite erinnerte der Verein an die 87 Gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege in der Gemeinde, andererseits trete der Krieger- und Soldatenverein Schwenningen seit über 125 Jahren mit seinen Mitgliedern sowie den vielen anderen Krieger- und Soldatenvereinen im Landkreis über Generationen hinweg als unermüdlicher Mahner für den Frieden auf. Denn frei nach John F. Kennedy: „Die Menschen müssen dem Krieg ein Ende setzen, sonst setzt der Krieg den Menschen ein Ende.“ Landtagsabgeordneter Georg Winter schloss sich in seinem Grußwort den Ausführungen des Landrats an und fügte hinzu, dass die Krieger- und Soldatenvereine um ihren Erhalt in der Zukunft kämpfen müssen, um ihre Arbeit gegen den Krieg und als Mahner für den Frieden fortsetzen zu können.

Der Rückfall vieler Staaten auf der Welt, die eigenen nationalen Werte wieder als ihr politisches Credo anzupreisen, können auf lange Zeit nicht friedensfördernd sein. Jetzt heiße es, alle Kräfte in Europa zu bündeln, um unseren seit 73 Jahren währenden Frieden zu kämpfen.

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