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Höchstädt

19.05.2015

Einstimmig gegen die neue Trasse

Symbolbild
Bild: Heilig

Stadtrat fordert, auf den Bau der Stromtrasse zu verzichten. Was die wichtigsten Argumente sind.

In der jüngsten Sitzung des Höchstädter Stadtrates stand die Stellungnahme der Stadt zur Stromtrasse „Süd-Ost“ im Mittelpunkt der Erörterungen. Dabei stimmte das Ratsgremium der von Bürgermeister Stefan Lenz vorgelegten Stellungnahme ohne Gegenstimme zu.

 Im Einzelnen verweist die Stadt Höchstädt auf den Ausstieg aus der Kernenergie mit dem Ziel einen hohen Grad der Versorgung durch erneuerbare Energien zu gewährleisten. Dies dürfe durch Stromautobahnen nicht gefährdet werden. Darüber hinaus sei es nach Ansicht der Stadt Höchstädt falsch, den Ausstieg aus der Atomkraft durch den Ausbau des Braunkohlebergbaus zu kompensieren, da über die geplante Trasse von Wolmirstedt nach Gundremmingen überwiegend Braunkohlestrom transportiert werden soll. Des Weiteren gebe es eine Menge naturschutzfachlicher Belange, die gegen einen Verlauf der Trasse durch den Landkreis Dillingen sprechen.

So erstreckten sich zahlreiche Natura-2000-Gebiete über den Landkreis, deren Flächenanteil rund 25 Prozent der Landkreisfläche umfasse. Daher sei es nicht vorstellbar, dass diese ökologisch sensiblen Bereiche durch eine Gleichstromtrasse beschädigt werden. Darüber hinaus müsse belastbar begründet werden, ob es tatsächlich einen Bedarf an weiteren Stromtrassen in Bayern gibt. Auch müsse überprüft werden, warum entgegen der geltenden Gesetzeslage der Endpunkt der geplanten Stromtrasse Gundremmingen sein soll. Hier müsse nach Alternativen mit weniger Raumwiderstand gesucht werden, wie beispielsweise den Bundesautobahnen, wo im parallelen Verlauf die Eingriffe wesentlich geringer seien.

Der Verbrauch von Flächen durch den Riedstrom, durch die Planung von Flutpoldern sowie durch aktuelle Straßenbauprojekte sei ohnehin schon hoch und dürfte nun durch die Stromtrasse nicht noch weiter erhöht werden. Die Stadt Höchstädt fordert deshalb ausdrücklich, von der Errichtung der Stromtrasse „Süd-Ost“ Abstand zu nehmen.

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