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Eppisburg

22.01.2020

Epponia: Seit 44 Jahren im Faschingsfieber

Ein kleines und großes Prinzenpaar gab es bei der Epponia schon im Jahr 1981. Präsident Rainer Egger regierte damals den großen Hofstaat.
Foto: Epponia

Plus Vor mehr als vier Jahrzehnten hat die Epponia ihren ersten Umzug organisiert. Seither hat sich viel in dem Verein getan. Manche alte Traditionen gibt es aber noch heute.

Schrille Kostüme, witzige Auftritte und viele, bunte Abende: Bei der Eppisburger Faschingsgesellschaft Epponia ist das seit vielen Jahren nicht nur ein Hobby, sondern eine echte Leidenschaft. Genauer gesagt seit 44 Jahren. Die Epponia feiert in dieser Faschingssaison närrisches Jubiläum – und da dürfen Erinnerungen an die alten Zeiten nicht fehlen. Einer, der sich sehr gut erinnert und eine feste Institution im Verein ist, ist Rainer Egger. Seit vielen Jahren ist er der Epponia-Präsident. „Zunächst war alles ganz klein und spontan“, sagt er. Das änderte sich schnell.

Wie alles für die Epponia begann

Angefangen hat alles an einem ganz normalen Abend im Jahr 1975. Georg Wagner, Robert Munz, Alois Scheider und Georg Deil saßen damals gemeinsam im Eppisburger „Bierstüble Scheider“ zusammen. Irgendwann an diesem Abend nahm die Idee, einen Faschingsverein zu gründen, Gestalt an.

Wenige Tage zuvor hatten bereits die Narren im Landkreis die Rathäuser gestürmt und so wurde auch in der Aschberggemeinde fleißig über die Faschingszeit diskutiert. In Eppisburg gab es zu diesem Zeitpunkt bereits einige Vereine und sogar ein traditionelles Schubkarrenrennen, das inzwischen alle zwei Jahre stattfindet und nicht mehr wegzudenken ist. Doch eines fehlte: eine Faschingsgesellschaft.

Schnell stand der Entschluss also fest. Die Posten des Schriftführers, Schatzmeisters, Hofmarschalls und Präsidenten sind unter den vier Gründungsmitgliedern schnell verteilt worden. Die „Epponia“, die nach dem historischen Ortsgründer Ritter von Eppo benannt ist, nahm ihren Anfang. Leute aus dem direkten Umfeld wurden gefragt und alte Kostüme von anderen Vereinen organisiert.

Vom Prinzen zum Präsidenten

Einige Jahre später, 1981, fand auch Rainer Egger den Weg zur Faschingsgesellschaft. Seinen ersten Auftritt hatte er damals als Prinz. „Der Vorsitzende war auf mich zugekommen und hatte mich gefragt“, erinnert er sich. Er willigte ein.

Das große Prinzenpaar der Epponia (Rainer I. und Anni I.) im Jahr 1981.
Foto: Epponia

Doch eine Prinzessin hatte er damals nicht. Die musste er erst suchen. „Ich bin dann schnell fündig geworden“, sagt er und lacht. Als Egger 2001 das Amt des Präsidenten übernahm, hatte der Verein längst keine Probleme mehr Mitglieder zu finden. „Inzwischen haben wir allein bei den Kindern 70 von unseren 400 Mitglieder und können gar nicht mehr alle Bewerbungen annehmen“, so Rainer Egger.

Welche Bräuche bis heute Bestand haben

Doch trotz vieler Veränderungen gibt es noch immer viele Bräuche, die bei der Epponia Tradition haben. „Dazu gehört auch die klassische Beerdigung am Faschingsdienstag“, erzählt er weiter. Dann wird der Präsident zum Pater und beerdigt symbolisch einen der Hofnarren. Alles werde dann schwarz geschmückt und die Narren würden Trauerkleidung tragen.

Anders als zu früheren Zeiten dürften allerdings keine übrig gebliebenen Getränke in den Sarg geschüttet werden, erklärt er. Stattdessen werden alle Sünden und Vorkommnisse der Faschingszeit in der Zeremonie angesprochen. Um Punkt 12 Uhr werde anschließend der Schlüssel an die Gemeinde zurückgegeben, den die Epponia am 11. November in Empfang nehmen durfte. „Ich mache das noch immer alles sehr gerne – bin aber auch jedes Jahr wieder froh, wenn alles vorbei ist und nichts passiert ist“, verrät Egger.

Der ausverkaufte Jubiläumsball der Epponia findet am Samstag, 1. Februar, ab 19.30 Uhr in der Sporthalle in Binswangen statt.

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