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31.07.2018

Er hat einen Wunsch zum 65. Geburtstag

Bürgermeister Bernd Steiner feiert seinen 65. Geburtstag.
Bild: Silva Metschl

Bürgermeister Bernd Steiner feiert heute

Bereits seit 34 Jahren ist Bernd Steiner Bürgermeister in Syrgenstein. „Eigentlich wollte ich nur in den Gemeinderat“, sagt er selber über seine erste Kandidatur. Damals wohnt Steiner, der heute seinen 65. Geburtstag feiert, erst fünf Jahre im Ort und kennt sich kaum mit den politischen Konstellationen dort aus. Dennoch schafft er es in die Stichwahl, die der damals 31-Jährige mit 56 Prozent gewinnt. Anfangs muss der neue Bürgermeister die Finanzen ordnen. „Es gab Schulden, aber keine Bauplätze oder Gewerbe.“ Inzwischen ist beides vorhanden, in Staufen werden gerade 28 neue Bauplätze erschlossen.

„Es kam alles zur rechten Zeit“, erklärt Steiner seine Bauvorhaben. Dabei seien vor allem die Bachtalhalle und das Pflegeheim ein lang gehegter Wunsch gewesen. Nach einer Kehlkopfoperation habe dieses Heim auch den Hauptgrund dargestellt, 2014 ein weiteres Mal zu kandidieren. Denn diese Einrichtung habe er unbedingt verwirklichen wollen. Die Gesundheit habe sich verbessert. „Meine Stimme ist wieder einsatzfähig, nur Wechsel der Lautstärken sind ein Problem“, sagt Steiner. Auch die Umgehung um Bachhagel, Landshausen und Staufen in den 1990er-Jahren sei ein wichtiges Projekt gewesen. Damals verhandelte der Rathauschef selbst mit den Grundstücksbesitzern.

Sein aktuelles Vorhaben ist neben dem Ausbau der Schulstraße, die an Bachtalhalle und Schule vorbei nach Altenberg hineinführt, vor allem der Bau der Sozialwohnungen in Lands–hausen. Nächstes Jahr sollen hier möglichst die Arbeiten beginnen, trotz des Gegenwinds aus der Bevölkerung. „Das Thema ist von der Stimmungsmache her überzogen“, bedauert Steiner. Rationale Begründungen würden nicht bei der Bevölkerung ankommen. Hier sieht er eine große Veränderung in der Gesellschaft. Er vergleicht den Bürgerentscheid vergangenes Jahr über die Bauten mit dem über die Umgehung vor 20 Jahren: „Damals funktionierte das Miteinander noch besser.“ Die Ursache hierfür sieht er in unserer Gesellschaft, in der jeder nur auf sich selbst schaue.

In seiner Freizeit repariert Bernd Steiner gern Landwirtschaftmaschinen. Und wenn er sich eines zum Geburtstag wünschen könnte, dann wäre das eine Rückkehr des Gemeinschaftssinns: „Die Gemeinde bin nicht ich, das sind wir alle.“

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