Newsticker
Bayern: Verwaltungsgerichtshof kippt 15-Kilometer-Regel
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Ergebnis der Online-Umfrage: „Nein, der Mohr gehört zur Stadt“

Lauingen

21.08.2020

Ergebnis der Online-Umfrage: „Nein, der Mohr gehört zur Stadt“

Die Diskussion um das Lauinger Stadtwappen, den Lauinger Mohr, hört nicht auf. Lassen oder ändern? Unsere Leser haben eine klare Meinung.
Bild: Jonathan Mayer

Plus Unsere Leser diskutieren online weiter über das Lauinger Wappen. Die alte Kneippanlage sorgt in Lauingen ebenfalls für neuen Gesprächsstoff.

Von wegen Sommerloch: Unsere Onlineleser haben diese Woche heiß diskutiert und fleißig bei unserer Umfrage teilgenommen. Die Frage lautete: „Muss der Lauinger Mohr verschwinden?“ Lauingen bezeichnet sich auch als Mohrenstadt, da das Stadtwappen einen dunkelhäutigen Menschen zeigt. Im Zuge der Umbenennung des Augsburger Drei-Mohren-Hotels stellt sich die Frage, ob die Rassismusdebatte auch für Lauingen relevant ist.

Online-Wochenrückblick: Leser sind für den "Lauinger Mohr"

Nach sechs Tagen sind 1353 Stimmen auf Facebook zusammengekommen. Eine überwältigende Mehrheit von 1269 sagt „Nein, der Mohr gehört zur Stadt“. Nur 84 Leser halten das Wappen für nicht mehr zeitgemäß. Ähnlich sieht es auf den Internet-Startseiten der Donau Zeitung und Wertinger Zeitung aus. Von insgesamt 800 Stimmen sind 755 für den Lauinger Mohr. 33 Stimmen finden das Wappen rückständig. Zwölf Leser können beide Seiten gut verstehen und enthalten sich. Unsere Online-Leser sind sich somit größtenteils einig darüber, dass sich an dem Wappen nichts ändern soll. Viele Kommentare gehen sogar einen Schritt weiter und bezeichnen die Diskussion als überflüssig. Wie auch immer die eigene Meinung zu diesem Thema sein mag, die Facebooknutzer und viele Leserbriefschreiber hat es offensichtlich enorm beschäftigt.

Weitere Diskussion in Lauingen: Soll die alte Kneippanlage bleiben?

In Lauingen gibt es seit kurzem eine weitere Kontroverse. Das alte Kneippbecken an der Donau soll weichen. Das hat der Lauinger Stadtrat schon vor Monaten beschlossen. Doch jetzt sammeln Bürger Unterschriften für den Erhalt. In den Kommentaren finden sich unterschiedliche Meinungen. Eine Leserin findet es schade, dass das Becken abgerissen wird. Ein weiterer Nutzer kommentiert, dass viele Menschen die Anlage nutzten. Anderer Meinung ist ein Leser. Er kommentiert: „Weg damit! Ständig verschmutzt wegen Hochwasser, schlechte Reinigung der Stadt, und Ratten tanzen La Paloma.“

Neben Lauingen: Viele Kommentare über den Höchstädter SPD-Ortsverband

Eine Pressemitteilung des Höchstädter SPD-Ortsverbandes ließ die Diskussion in den Kommentaren nicht abreißen. Der Ortsverein besprach sich vor der Sommerpause. Stadtrat Wolfgang Konle forderte dabei nochmals eine Klarstellung bezüglich der Wasserversorgung und der B16 Neu. Konle sprach dabei von „Märchenerzählern aus Deisenhofen“ und „traumatischen Hirngespinsten“. Ein Leser stört sich am Inhalt und der Wortwahl des Ortsverbandes und schreibt: „Die Herren Konle und Waschke sollen mit ihrer Polemik aufhören und Lösungen bieten, die den Bürgern nützen [...]. Der Großteil des Verkehrs in Höchstädt fährt nach Augsburg/Wertingen und dafür braucht Höchstädt eine Lösung.“ Ein Facebooknutzer meint, dass Höchstädt gar keine Umgehung bräuchte.

In einem weiteren Kommentar werden die Deisenhofener kritisiert, die gegen die Nordumgehung sind, „denn die nächste Bebauung zum geplanten Trassenverlauf liegt meines Wissens circa 300 Meter entfernt und Schallschutzmaßnahmen sind auch vorgesehen.“ Ein Leser bezeichnet die Umgehung Nord als „die einzig wahre Steuerverschwendung“. Ein Leser vermutet, dass es in den kommenden 40 Jahren zu keiner Umgehungsstraße für Höchstädt kommen wird.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren