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Höchstädt

17.01.2018

Erst der Käfer, dann der nasse Winter

Dieses Archivfoto entstand bei Lutzingen
Bild: Simone Bronnhuber

Hermann Rupp stellte Zahlen aus dem Spital- und Stadtwald Höchstädt vor.

Fast 52700 Euro Mehreinnahmen mit dem Stadtwald. Die Zahlen für das Forstjahr 2016 in Höchstädt sehen gut aus, wie der zuständige Förster Hermann Rupp sagt. Zumindest auf städtischer Flur. Der Hiebsatz im Wald der Hospitalstiftung fiel dagegen sehr gering aus.

Ein Grund war der Kupferstecher. Rupp: „Im Herbst hatten wir den Käfer, im Winter sind wir ihm mehr oder weniger hinterhergesprungen.“ Hinzu kam, so der Förster bei der Stadtratssitzung am Montagabend, dass Anfang des Jahres die Stadt kein Brennholz mehr benötigte. Das Ergebnis: ein Minus von knapp 4000 Euro.

Eine Problematik, die Hermann Rupp auch beschäftigt, sind die nassen Winter. Speziell in den vergangenen vier Wintern hatte er damit zu kämpfen. „Das Rücken ist sehr schwierig. Wir brauchen teils Spezialfahrzeuge“, so Rupp. Gemacht werde aber nur das, was notwendig sei. Zum Teil liegt deshalb Holz schon draußen, aber mit dem Rücken wird aufgrund der Bodenverhältnisse noch gewartet. „Wir haben verdammt viele wechselfeuchte Standorte, deshalb werden wir künftig noch mehr in Richtung Laubholz gehen“, erklärt der Förster weiter. Speziell der Boden im Spitalwald sei sehr empfindlich. Stadtrat Günter Ballis wollte wissen, wie viele Selbstwerber tätig waren. Immer weniger, ist die Antwort des Försters. „Für die milden Winter ist der Holzbedarf gedeckt“, so Rupp. Zudem beobachte er, dass viele junge Menschen auf Industrieholz umsteigen und sich das Holz nach Hause liefern lassen. 50 bis 80 Selbstwerber sind es jährlich im Schnitt, informierte der Förster. Aus einer anderen Information wurde am Montagabend prompt ein Beschluss. Zweiter Bürgermeister Stephan Karg hatte auf der Tagesordnung keine Entscheidung bezüglich Hochwasserschutz für Oberglauheim vorgesehen, aber erst am Tag vor der Sitzung gab es entscheidende Unterlagen und Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt. „Demnach brauchen wir einen offiziellen Beschluss, dass die Machbarkeitsstudie von 2004 überarbeitet werden soll“, erklärt Karg. Parallel müsse beim Wasserwirtschaftsamt der Antrag für das Förderprogramm gestellt werden. Hans Mesch, Freie Wähler, sagte dazu: „Wir wollen nichts versäumen und jetzt wissen wir, was wir noch brauchen.“ Umlandsmitglied Simon Wetschenbacher, der in seinem Stadtteil in Schwennenbach erst vor Kurzem wieder das Problem Hochwasser hatte, bestätigte: „Sogar oben in der Siedlung stand das Wasser. Das kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht gesehen hat.“ Zudem locke ein Höchstfördersatz von bis zu 75 Prozent bei Maßnahmen für Hochwasserschutz.

Erst der Käfer, dann der nasse Winter

Das Programm, so erklärt es Stadtbaumeister Thomas Wanner, ist neu aufgelegt worden. „Mit Sicherheit können Ergebnisse und Unterlagen von 2004 verwendet werden, aber sie sind nicht mehr aktuell“, so Stephan Karg.

Einstimmig beschloss der Stadtrat deshalb, dass diese Unterlagen schnellstmöglich überarbeitet und aktualisiert werden. „Es ist ein gewisser Vorlauf notwendig, bis es zur Umsetzung von Maßnahmen kommt“, so Wanner weiter. Deshalb sollte man keine Zeit verlieren, sagte Hans Mesch.

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