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08.03.2009

Erstmals weniger Aktive

Dillingen "Wir sind ein gutes Team", resümierte Kreisbrandrat Frank Schmidt anlässlich der Kommandanten- und Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes am vergangenen Freitag im Dillinger Landratsamt. Er dankte den Hilfsorganisationen, den im Brand- und Katastrophenschutz mitwirkenden Stellen und den Feuerwehren für die sehr gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.

Schmidt gab einen Überblick über die Einsätze (siehe Info-Kasten). Die Steigerung bei den Bränden führte er auf den strengen Winter zurück. Erstmals musste Schmidt einen Rückgang bei den aktiven Feuerwehrdienstleistenden verzeichnen.

Kreisbrandmeister Christian Zeisberger, zuständig für die Ausbildung, stellte fest: "Jeder fünfte Feuerwehr-Aktive hat einen Lehrgang besucht." Da die Lehrgänge im Landkreis ausgerichtet würden, sei das gemeinsame Lernen auch ein Garant dafür, dass im Ernstfall gut zusammengearbeitet werde.

Kreisbrandmeister sind ausgeschieden

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Für den Gundelfinger Zeisberger war dies der letzte Tätigkeitsbericht. Er schied ebenso wie die Kreisbrandmeister Hans Moraw (Wertingen) und Wilhelm Kotschner (Laugna) aus der Kreisbrandinspektion aus.

Hauptthema des Abends war jedoch die seit 1. Oktober 2008 in Betrieb genommene Integrierte Leitstelle (ILS). Diese sei notwendig geworden, da ein einheitlicher Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst eingeführt worden sei, so Stephan Würz, Leiter der ILS Augsburg. Mit den Landkreisen Augsburg-Land, Aichach-Friedberg, Donau-Ries und Dillingen habe die ILS Augsburg 900 000 Einwohner zu betreuen und stelle die zweitgrößte ILS Bayerns dar. "Pro Tag werden bei uns etwa 350 bis 400 Einsätze koordiniert, davon etwa 17 Feuerwehreinsätze", berichtete Würz. Schmidt betonte, dass sich trotz anfänglicher Unsicherheiten die Alarmierung für die Feuerwehren des Landkreises dadurch verbessert habe.

Die zentrale ILS bedeute für die Feuerwehren jedoch auch, im Einsatzfall über die Landkreisgrenzen hinaus zusammenzuarbeiten. "Wir befinden uns derzeit in der Anlaufphase und müssen noch Erfahrungen sammeln, um dann Verbesserungen vornehmen zu können", erklärte der Kreisbrandrat, "insgesamt befinden wir uns jedoch auf einem sehr guten Weg."

Hervorragende Arbeit der Kreisbrandinspektion

Landrat Leo Schrell bedankte sich bei Schmidt und der Kreisbrandinspektion für ihre hervorragende Arbeit und betonte, dass ein Team immer nur so gut sei, wie die Personen, die es anführten.

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