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Dillingen

15.05.2019

Es läuft im „Schweinehund“-Team

Voll motiviert sind die Teilnehmer bei der Laufaktion unserer Zeitung mit dem Motto „Von 0 auf 6“: Am 15. Juni wollen alle den sechs Kilometer langen Wertinger Stadtlauf schaffen.
Bild: Tanja Ferrari

DZ/WZ-Laufaktion: Auch bisherige Nicht-Läufer machen sich in den Treffs mit unseren Trainern fit für den Wertinger Stadtlauf. Wie es ungeübten Teilnehmern ergeht.

Jetzt bloß keinen falschen Ehrgeiz entwickeln. „Von 0 auf 6“, so lautet das Motto des „Schweinehund“-Teams unserer Zeitung, das sich binnen sechs Wochen fit für den Wertinger Stadtlauf am 15. Juni machen will. Und die Motivation der drei Dutzend Laufbegeisterten, die sich am Montagabend an der Donau in Dillingen treffen, ist groß. Die Coaches Rainer Gratzl, Werner Kraus und Uli Weber bieten den „Überwindern des inneren Schweinehunds“ drei Gruppen an: eine langsamere, eine mittlere und eine schnellere. Die Vernunft siegt, als ungeübter Vertreter unserer Zeitung wähle ich das langsamere Team, das Rainer Gratzl anleitet, während Volontärin Tanja Ferrari – hat nichts mit dem Namen zu tun – mit Werner Kraus in der mittleren Gruppe losrennt. Vermutlich wären für sie auch die „Überflieger“ in Uli Webers Formation nicht zu schnell.

Die langsame Gruppe hat viele Vorteile. Dort kann man beim Warmlaufen das ein oder andere nette Gespräch führen. „Es ist gut, dass es diese Laufgruppe gibt“, sagt Martina Hafner. Die Dillingerin hat es auf eigene Faust probiert, eine Läuferin aus sich zu machen. „Aber das ging gar nicht“, berichtet Hafner. Jetzt sei ihr das Angebot unserer Zeitung gerade recht gekommen. „Mir gefällt das, in der Gruppe geht es viel besser“, sagt die Dillingerin.

Zwischen Dillingen und Steinheim unterwegs

Laufcoach Gratzl nimmt die Sache genau. Er lässt die Gruppe in Intervallen laufen. In den Gehpausen gibt es Tipps, der Puls wird gemessen. Rückwärtslaufen und Hopser gehören zum Programm. Gratzl erzählt Witze, auch das macht locker. Walburga Fink ist begeistert dabei. „Mein Ziel ist es, den (sechs Kilometer langen) Wertinger Stadtlauf zu schaffen“, sagt die Dillingerin. Es werde schon nicht zu heiß sein. Seit etwa 20 Jahren walke sie an der Donau zwischen Steinheim und Dillingen. Jetzt habe sie einmal das Laufen ausprobieren wollen.

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Bei mir sinkt indes die Fähigkeit zum gepflegten Gespräch, denn der Puls geht auch beim verhaltenen Tempo gewaltig nach oben. Aber Aufgeben ist kein Thema, diese Blöße würde sich wohl kein Mitglied des „Schweinehund“-Teams geben. Zum ersten Mal unter Läufern ist auch die Steinheimerin Sarah Willi. „Alleine macht man nichts“, sagt die 25-Jährige. Nun ist Willi fest entschlossen, dranzubleiben. „Es läuft gut, den Wertinger Stadtlauf will ich schon schaffen“, betont die Steinheimerin. Die Bewegung sei eine gute Abwechslung zum Sitzen im Büro. So sieht es auch Sabine Hornik aus Riedsend, die drei Jahre keinen Sport getrieben und in der mittleren Laufgruppe richtig Spaß hat. „Ich sitze den ganzen Tag über viel im Auto und merke, dass mir das guttut“, sagt die 35-Jährige.

In der Tat könnten die Bedingungen kaum besser sein. Die Vögel zwitschern im Auwald, und die Sonne taucht an diesem Abend die Donau in ein schönes Licht. Am Ende gibt es Gymnastik, die fast anstrengender ist als das Laufen. „Macht eure Hausaufgaben“, mahnt Werner Kraus. Sein Lauffreund Gratzl hat einen detaillierten Trainingsplan ausgearbeitet. Der Funke ist längst auf die Gruppe übergesprungen, denn viele legen an Donnerstagabenden eine Extraschicht ein. Die „Schweinehund“-Gruppe müsste sich im Grunde einen anderen Namen suchen.

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