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11.03.2009

Evangelische Kirche vor großen Herausforderungen

Neu-Ulm/Dillingen (grr) - Auf der Frühjahrssynode des evangelischen Dekanats Neu-Ulm hat Dekanin Gabriele Burmann die Herausforderungen umrissen, die ihrer Ansicht nach künftig die Arbeit in den Kirchengemeinden bestimmen werden. Zugleich skizzierte sie, "was unser Dekanat unverwechselbar macht".

Anlass, den rund 75 im Neu-Ulmer Petrussaal versammelten Synodalen Grundsätzliches vorzutragen, war vor allem der erstmalige Besuch des zum Jahreswechsel neu ernannten Regionalbischofs Michael Grabow. "Für die bayerische Landeskirche liegt unser Dekanat am Rande - ist Grenzland", hob Dekanin Burmann hervor.

Nach ihrer Auffassung stehen die evangelischen Kirchengemeinden vor großen Herausforderungen. Die christliche Botschaft evangelischer Prägung müsse in "gut gepflegter Nachbarschaft zur katholischen Kirche ausgerichtet werden - so weit das geht". Es gelte auch, den Russlanddeutschen eine geistliche Heimat zu bieten, überhaupt allen Jungen und Alten, den Erfolgreichen und Bedürftigen, den Bewohnern der Städte wie der Dörfer. Die christliche Botschaft müsse Langansässige ebenso erreichen wie Neuzugezogene, Menschen unterschiedlicher Prägungen im Nebeneinander und Miteinander zu anderen landeskirchlichen Gemeinschaften.

Den "Neuen", die erstmals in die Synode entsandt worden waren, verschaffte die Dekanin Einblick in die "Unverwechselbarkeit" ihres Dekanats. Platz fänden in ihm die drei Landkreise Neu-Ulm, Günzburg und Dillingen.

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Lebbare Formen der Ökumene anbieten

Zum Profil ihres Dekanats rechnete Gabriele Burmann auch die Nähe zu Württemberg, die die schlichte Liturgie fördere, das Gegenüber zur starken katholischen Kirche sowie das Nachdenken über den eigenen Standort. Die zahlreichen "konfessionsverbindenden Ehen" nötigten die Kirchen, "lebbare Formen von Ökumene anzubieten".

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