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Höchstädt

10.05.2015

Festakt für eine Vision

Beim Festakt anlässlich des deutschlandweiten Tages der Städtebauförderung im Schlosskeller von Höchstädt von links: Der Blindheimer Bürgermeister Jürgen Frank, Höchstädts dritter Bürgermeister Hans Mesch, die Bundestagsabgeordnete Gabriele Fograscher, Horst Hofmockel von der Regierung von Schwaben, Landtagsabgeordneter Georg Winter, Höchstädts Bürgermeister Stefan Lenz, MdL Johann Häußler, MdB Ulrich Lange, Bissingens Bürgermeister Michael Holzinger, der Landrat Leo Schrell vertrat, und Lutzingens Bürgermeister Eugen Götz.

Höchstädt hat in den nächsten Jahren viel vor. Auch die Bürger sind gefragt

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Am Wochenende wurde in Höchstädt die Städtebauförderung gefeiert. Vermutlich, so Baudirektor Horst Hofmockel, war die Stadt an der Donau bundesweit die einzige, die die Initiative gleich ein ganzes Wochenende lang in den Mittelpunkt rückte. Wenn auch der Zeitpunkt, wie Bürgermeister Stefan Lenz in seiner Rede vor rund 50 Gästen im Schlosskeller bedauerte, nicht besonders günstig war. Schließlich war gestern auch Muttertag. „Ich habe den Unmut vieler Mütter auf mich gezogen“, sagte er und verwies auf den gleichzeitig stattfinden Frühlingsmarktes in der Stadt. „Dort findet sich für jede Mutter was.“ Lenz stellte das Ziel für das Projekt Städtebauförderung in Höchstädt, Lutzingen und Unterliezheim vor als die Vision einer integrativen, prosperierenden, kreativen und zukunftsfähigen Kommune. Dazu gehören etwa Nahversorgung, Mobilität, Ausbildungs- und Freizeitmöglichkeiten. „Für diese Bereiche brauchen wir Konzepte, um fit für die Zukunft zu sein.“ Mit der Städtebauförderung sei man auf dem richtigen Weg.

Die beiden Bundestagsabgeordneten Gabriele Fograscher und Ulrich Lange stellten sich gemeinsam ans Rednerpult. Laut Lange begingen am Wochenende rund 500 Kommunen in ganz Deutschland den Tag der Städtebauförderung, die es inzwischen seit 44 Jahren gibt. „Ohne solche Fördermittel wäre das Höchstädter Schloss eine Ruine.“ Gabriele Fograscher lobte, dass die Stadt im Rahmen des Projekts auch die Barrierefreiheit vorantreiben will. „Es ist für alle komfortabler und angenehmer.“ Höchstädt ist eine von 16 Kommunen, die sich am Modellprojekt „Bayern barrierefrei 2023“ beteiligen.

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Laut Landtagsabgeordnetem Johann Häußler sei bislang jeder Cent Fördermittel in Höchstädt gut angelegt worden, etwa beim Portal in die Stadt. Als ein künftiges Ziel nannte er einen barrierefreien Zugang zum Zug an den Haltestellen der Donautalbahn in den vier Landkreisstädten. Eine weitere konkrete Forderung hatte Landtagsabgeordneter Georg Winter dabei: „Wir brauchen am Marktplatz eine zentrale Bushaltestelle in alle Richtungen“, appellierte er. Jeder, der diese Forderung nicht nachvollziehen könnte, sollte eine Woche lang auf das eigene Auto verzichten und den öffentlichen Personennahverkehr testen. Er erinnerte daran, dass manche Projekte, etwa das Schloss, einen langen Atem brauchen, und wünschte den Verantwortlichen für die Städtebauförderung die nötige Kraft, um die „Durststrecke“ zu überstehen.

Beim Stehempfang danach sagte dritter Bürgermeister Hans Mesch, dass die Bauarbeiten in der Bach- und der Herzogin-Anna-Straße vermutlich Ende Oktober, Anfang November fertig sein werden. Auch er betonte: „Wir müssen den Bürgern bewusst machen, dass es auch für ihre Projekte Fördermittel geben kann. Sie müssen sie aber rechtzeitig beantragen.“ Im Schnitt, so Horst Hofmockel von der Regierung von Schwaben, gehören nämlich drei Viertel aller Gebäude in einer Altstadt Privatleuten. Will man das Zentrum also aufwerten, seien auch die Eigentümer gefragt. "Seite 35

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