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Höchstädt

27.05.2020

Feuer im Edeka: Hund Califax sucht nach der Brandursache

Mit dem Brandmittelspürhund Califax untersuchte die Kriminalpolizei am Mittwoch noch einmal die Ruine der Höchstädter Edeka-Filiale. Die Kripo geht nach wie vor von Brandstiftung aus.

Plus Nach dem Brand in der Höchstädter Edeka-Filiale ermittelt noch die Kripo. Beim Trinkwasser gibt die Stadt Entwarnung. Für den Supermarkt und die Post kommen mehrere Übergangslösungen in Frage.

Die Höchstädter Bürger können wieder bedenkenlos Wasser trinken. Denn eine Verunreinigung durch das Löschwasser, wie sie nach dem Brand in der Edeka-Filiale in der Lutzinger Straße befürchtet wurde, liegt nicht vor. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit. Das zuständige Labor habe die Trinkwasserproben untersucht. Demnach liegen im Stadtgebiet Höchstädt und dem Stadtteil Sonderheim keine erhöhten Werte vor. Das Gesundheitsamt Dillingen bestätigt die Ergebnisse laut einer Pressemitteilung.

Die Brandursache bleibt vorerst ungeklärt

Bürgermeister Gerrit Maneth zeigt sich erleichtert: „Ich bin sehr froh, dass wir unseren Bürgerinnen und Bürgern diese Entwarnung mitteilen können. Unser Trinkwasser war demnach zum Zeitpunkt der Entnahme der Wasserproben am Montagmorgen nicht verunreinigt. Herzlichen Dank unserer Bevölkerung sowie den Betrieben für ihr Verständnis der eingeleiteten Vorsichtsmaßnahmen.“

Unterdessen bleibt die Brandursache vorerst ungeklärt. Am Mittwoch war die Kriminalpolizei abermals vor Ort. Dabei kam auch ein Brandmittelspürhund zum Einsatz, der extra dafür vom Polizeipräsidium Unterfranken ausgeliehen wurde. Über neue Erkenntnisse zum Ermittlungsstand schweigt sich die Kripo auf Nachfrage aber „aus ermittlungstaktischen Gründen“ aus. Nach wie vor gehe man von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Aus welchem Grund, auch dazu sagt die Polizei aktuell nichts. Die Ermittlungen gehen aber in alle Richtungen.

Feuer im Edeka: Hund Califax sucht nach der Brandursache

Für Edeka und Post soll eine Interimslösung her

Der Brand hatte in der Nacht auf Sonntag großes Aufsehen erregt. Rund 100 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks versuchten, den Flammen Herr zu werden. Die völlige Zerstörung des Gebäudes konnten sie jedoch nicht verhindern. Die Polizei beziffert den Schaden an Gebäude und Waren mit rund 5,5 Millionen Euro. Dem Brand zum Opfer fiel auch die einzige Postfiliale in Höchstädt. Wie es damit jetzt weitergeht, ist noch unklar. Wie Bürgermeister Maneth auf Nachfrage sagt, befinde er sich in enger Abstimmung mit der Post und Edeka. „Wir sind eng miteinander vernetzt und suchen nach einer Interimslösung für beide“, erklärt Maneth. Für ein adäquates Angebot brauche es eine Fläche von rund 1000 Quadratmetern, also rund 600 Quadratmeter weniger als die ursprüngliche Filiale hatte. Wie diese Übergangslösung aussehen könnte? Vieles sei vorstellbar. „Wir befinden uns da gerade im Brainstorming.“ Möglich sei etwa, dass Edeka und Post in ein leer stehendes, bestehendes Gebäude ziehen. „Nur gibt es da in Höchstädt nicht viele“, sagt Maneth. Ebenso war bereits die Rede von einem Container, in den die Post vorübergehend ziehen könnte. Aber auch ein großes Zelt sei denkbar. „Das kann man sich dann vorstellen wie ein Oktoberfestzelt.“ Wegen des Coronavirus sei aber auf jeden Fall wichtig, dass die Hygienemaßnahmen eingehalten werden könnten. Er gehe davon aus, dass es noch mindestens zwei bis drei Wochen dauere, bis diesbezüglich Klarheit bestehe.

Solange müssen die Höchstädter Bürger auf Postfilialen in Wertingen und Dillingen sowie auf andere Supermärkte ausweichen. Außerdem, sagt der Bürgermeister, gebe es da noch einen Paketshop der Post in Linh’s Boutique in der Innenstadt.

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