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Lauingen

30.05.2015

Feuerwehrstreik: Lauingen erzielt eine Einigung

Die Freiwillige Feuerwehr Lauingen braucht dringend einen neuen Tanklöschzug. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab.
Bild: Symbolbild: Nicole Simüller

Doch das dringend notwendige neue Fahrzeug kommt trotzdem nicht so schnell. Auch die Suche nach neuen Mitgliedern bereitet dem Verein große Sorgen

Lauingen In Lauingen soll es bis spätestens Mitte 2018 einen neuen Tanklöschzug für die Feuerwehr geben. Darauf einigten sich Stadt und Feuerwehr bei einem „runden Tisch“, zu dem Bürgermeister Wolfgang Schenk eingeladen hatte. Teilnehmer waren die Vertreter der Stadtratsfraktionen und Feuerwehrreferent Dieter Manßhardt sowie die Kommandanten der Lauinger Feuerwehr, Stephan Böhm und sein Stellvertreter Thomas Leicher, wie die Stadt gestern mitteilte.

Die auch in der Öffentlichkeit diskutierte Ersatzbeschaffung des Tanklöschfahrzeugs stand im Mittelpunkt des „runden Tisches“, der auch die Themen Nachwuchswerbung für die Feuerwehr und Anbau am Feuerwehrhaus diskutierte. Nach den Worten von Bürgermeister Schenk seien für die Beschaffung des Fahrzeugs rund 300000 Euro aus städtischen Mitteln „zu stemmen“, staatliche Zuschüsse bereits abgezogen. Zwar habe der diskutierte Tanklöschzug jüngst die Hauptuntersuchung ohne Mängel passiert, doch werde die Ersatzteilversorgung für diesen Fahrzeugtyp zunehmend schwieriger.

Nach den Worten von Zweitem Kommandanten Thomas Leicher könnte das Fahrzeug aufgrund des Vorlaufs von rund zwei Jahren allein aus logistischen Gründen nicht schon 2016 bereitgestellt werden.

Damit wird klar, dass für ein derartiges Fahrzeug ohnehin ein notwendiger Beschaffungszeitraum von zwei Jahren für Fördermittel, Ausschreibung und Produktion besteht. Trotz angespannter Haushaltslage verständigten sich die Teilnehmer nun auf eine „beschlussmäßig abgesegnete Absichtserklärung“, ein Ersatzfahrzeug bis spätestens Mitte 2018 zu beschaffen. Einigkeit bestand aber auch darin, dass die aufgezeigte gesamte Investitionssumme in Höhe von 900000 Euro für alle anstehenden Fahrzeuge der Feuerwehr je nach finanzieller Leistbarkeit der Stadt in den nächsten Jahren durch Rücklagen abgedeckt werden sollte.

Den anberaumten Streik der Feuerwehr möchte diese nach Aussage von Kommandant Böhm aber erst nach Vorlage der Absichtserklärung beenden, die in der nächsten Sitzung des Lauinger Rates – zumindest nach dem Willen von Bürgermeister Schenk und den anwesenden Stadtratsvertretern – gefasst werden soll.

Angesichts der schwierigen Personalsituation und des hohen anstehenden Investitionsbedarfs wiesen sowohl Zweiter Bürgermeister Dietmar Bulling als auch Dritter Bürgermeister Helmuth Zengerle darauf hin, dass ein Gedankenaustausch über mögliche zukunftsweisende Projekte mit den Nachbarstädten und -gemeinden nicht nur eine notwendige Aufgabe, sondern auch eine notwendige Pflicht des Lauinger Stadtoberhauptes sei.

Wünschenswert wäre es zudem, wenn das auf Anregung der Lauinger Bürgerschaft eingerichtete Spendenkonto für ihre Feuerwehr und ihre Heimatstadt weiter gefüllt wird, um die hoch anzuerkennende freiwillige Arbeit der Lauinger Feuerwehrleute solidarisch zu unterstützen.

Die Stadt Lauingen selbst hatte schon vor der Einrichtung des Kontos mit der Bildung einer Rücklage in Höhe von 50000 Euro im städtischen Haushalt 2015 eine gute Grundlage geschaffen.

Als wirklich relevante gemeinsame Zukunftsaufgabe des Stadtrates und der Feuerwehr selbst sahen die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr die Gewinnung von zusätzlichen Feuerwehrmännern und -frauen an. Dies wurde bei dem von Bürgermeister Schenk initiierten „runden Tisch“ im Lauinger Rathaus deutlich.

Um diesen Personalsorgen abzuhelfen, die die meisten anderen Feuerwehren auch im Landkreis ebenfalls teilen, wurde ein umfassender Maßnahmenkatalog vorgelegt, der von der Feuerwehr, der Stadtverwaltung und Feuerwehrreferent Dieter Manßhardt erarbeitet wurde. Darin werden verschiedene Schritte, wie die verstärkte Einbindung städtischer Mitarbeiter, Werbung mittels Tafeln an und in öffentlichen Gebäuden bis hin zu gemeinsamen Infoständen, zum Beispiel im Rahmen des Wochenmarktes mit Vertretern der Feuerwehr und des Stadtrates, vorgeschlagen. In diesem Zusammenhang hat Bürgermeister Schenk auch Vertreter der jeweiligen Fraktionen zu den seit September 2010 im Rathaus eingeführten vierteljährlichen Kommandantengesprächen eingeladen, um den Informationsfluss zwischen den Feuerwehren Lauingen/Frauenriedhausen/Veitriedhausen und der Politik noch weiter zu vertiefen. (pm)

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