1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Finningen protestiert gegen Höchstädts Pläne

Finningen

07.11.2019

Finningen protestiert gegen Höchstädts Pläne

Eine Verlegung des Höchstädter Wasserschutzgebiets (Archivfoto) würde die Entwicklungsmöglichkeiten Mörslingens einschränken, sagt Bürgermeister Friegel.
Bild: Berthold Veh (Archivfoto)

Das neue Wasserschutzgebiet, das Höchstädt ins Auge gefasst hat, würde die Entwicklungsmöglichkeiten Mörslingens beeinträchtigen, kritisiert Bürgermeister Klaus Friegel. Er behält sich „Schritte dagegen“ vor.

Nicht gut zu sprechen ist derzeit Finningens Bürgermeister Klaus Friegel auf Höchstädt. Der Grund: Es geht um den jüngsten Beschluss des Höchstädter Stadtrats zur Erkundung eines neuen Wasserschutzgebiets für die Wasserversorgung der Stadt. Für die Gemeinde Finningen seien die aktuellen Planungen und die Vorgehensweise in seiner Nachbarkommune „in keinster Weise“ hinnehmbar, sagt Friegel. „Die Stadt Höchstädt sollte die Lösung ihrer Probleme nicht auf dem Rücken des kleineren Nachbarn austragen.“

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

"Unvorbereitet" von der Entwicklung betroffen

Der Höchstädter Stadtrat habe trotz seines Beschlusses vom Januar, die eigene Trinkwasserversorgung aufzugeben und sich der Bayerischen Rieswasserversorgung anzuschließen, nun parallel beschlossen, an der eigenen Trinkwasserversorgung festzuhalten (wir berichteten). Die Planung der neuen Bundesstraße 16 im Norden der Stadt mache jedoch die Verlegung der Brunnen und somit des Wasserschutzgebietes nötig. Was den Finninger Rathauschef dabei in Rage bringt: „Dieses neue Wasserschutzgebiet reicht, so die Aussage des Gutachters, weit in das Gebiet der Gemarkung Mörslingen hinein.“ Von dieser Entwicklung sei die Gemeinde Finningen unvorbereitet getroffen worden, klagt Friegel.

Das Wasserschutzgebiet würde unmittelbar ans Baugebiet angrenzen

Der Bürgermeister sagt: „Dieses geplante Wasserschutzgebiet beeinträchtigt die Zukunft des Ortsteils Mörslingen erheblich.“ Im Westen von Mörslingen reiche ein Wasserschutzgebiet bereits bis an den Ortsrand. Und im Süden des Finninger Gemeindeteils sei wegen der HQ-100-Problematik (Festsetzung von Überschwemmungsgebieten) ein weiteres Wachstum ausgeschlossen. „Sollte die B-16-Umfahrung von Höchstädt im Norden realisiert werden, ist eine Bebauung in Richtung Osten kaum noch möglich“, teilt Friegel mit. Zusätzlich würde nun noch das Wasserschutzgebiet für Höchstädt im Nordosten von Mörslingen am Neubaugebiet Dreifaltigkeit unmittelbar angrenzen und eine Ausweitung in diese Richtung unmöglich machen, gibt der Bürgermeister zu bedenken. Neben der Ortsentwicklung würde auch die örtliche Landwirtschaft „massiven Einschränkungen unterworfen“, erläutert Friegel. Er werde das nicht hinnehmen, kündigt der Rathauschef in einer Stellungnahme an.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

In dem Schreiben heißt es: „Die Gemeinde Finningen verwahrt sich gegen diese Bevormundung und behält sich mögliche Schritte dagegen vor.“ (bv, pm)

Lesen Sie auch:

Baumfällarbeiten in Fristingen: Straße wird gesperrt

Die "Schönheit in Schwaben" ist in Dillingen zu sehen

Für die Wittislinger Stege braucht es einen guten Kompromiss

Ärger: Warum in Wittislingen drei kleine Stege weichen sollen

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren