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Finningen

19.01.2020

Finningen wehrt sich weiter gegen Höchstädts Pläne

Finningen wehrt sich weiter gegen Höchstädts Pläne.
Bild: Olaf Winkler (Symbol)

Plus Die Nachbargemeinde hat Kontakt mit Anwälten und will vor allem die Brunnenbohrungen verhindern.

Der öffentliche Teil der ersten Sitzung des Gemeinderats von Finningen in diesem Jahr schien beendet. Doch Ratsmitglied Michael Keis stellte am Donnerstagabend den Antrag, in öffentlicher Sitzung über seinen Antrag für ein Gegengutachten zur Überprüfung des Höchstädter Gutachtens bezüglich Brunnenbohrung und Wasserschutzgebiet zu entscheiden. Die Ratsmitglieder stimmten zu.

Weitere Brunnenstandorte untersuchen und ermitteln

In diesem Gegengutachten soll die Stadt Höchstädt verpflichtet werden, weitere Brunnenstandorte für die Wasserversorgung der Stadt zu untersuchen und zu ermitteln. Es gehe einfach nicht an, dass der jetzige Brunnenstandort wegen der neuen B16-Trasse einfach auf Finninger/Mörslinger Flur verlegt worden sei – so der Tenor des Rates. Darüber hinaus sei es nicht nachzuvollziehen, dass sich das Wasserschutzgebiet auf einmal in Richtung Mörslingen verschiebe. Die Schlussfolgerung des Gemeinderats: Der Ortsteil werde in seiner Entwicklung enorm eingeschränkt. Dabei sollten auch die Kosten von 50.000 bis 100.000 Euro für die Erstellung des Gegengutachtens keinerlei Rolle spielen, so Ratsmitglied Keis. Bürgermeister Friegel gab zu bedenken, dass für ein solches Gutachten eine Ausschreibung notwendig sei, was noch mit weiteren Kosten und Zeit verbunden sei. Er schlug dem Ratsgremium vor, sich rechtlich über Maßnahmen beraten zu lassen, die zum Erfolg führen können, um den Brunnenstandort auf der Gemeindeflur zu verhindern. Ein Gegengutachten werde seiner Meinung nach nicht viel bringen, außer Gutachterstreit. Das Gremium stimmte dem Vorschlag des Bürgermeisters zu und ergänzte die Beschlussfassung mit dem Zusatz, dass neben der juristischen auch eine geologische Beratung hinzugezogen werden soll.

Es geht um zwei Baugebiete

Begonnen wurde die Ratssitzung mit der Beurteilung und Gegenüberstellung des Kanalsystems für die geplanten Baugebiete „Bergfeld III“ und „Ziegelberg Ost“ in Finningen durch Markus Kimmerle vom Ingenieurbüro Dippold und Gerold in Dillingen. Für beide Baugebiete waren bereits Aufstellungsbeschlüsse gefasst worden, wobei nur eines realisiert werden soll. Kimmerle tendierte in seiner Betrachtung für das Baugebiet „Ziegelberg Ost“, da hier unter anderem auch Regenwasserversickerung möglich sei.

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Anschließend diskutierte das Ratsgremium über die mehr als notwendige Umgestaltung des Spielplatzes am Kindergarten in Finningen. Klaus Friegel legte dafür einen Planungsvorschlag mit geschätzten Kosten über 78.000 Euro für die Umgestaltung vor. Ratsmitglied Hubert Braun machte den Vorschlag, mit Eigenleistung der Bürger Kosten einzusparen. Das Gremium einigte sich daraufhin auf eine Ortsbesichtigung am Samstag, 1. Februar.

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