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Ausstellung in Höchstädt

15.03.2019

Freiwillig die Schulbank drücken - im Höchstädter Schloss

Ein erster Blick in die neue Ausstellung des Bezirks Schwaben im Schloss Höchstädt: Es geht um schwäbische Schulgeschichten.
Bild: Christina Bleier

Von kreativen Spickzetteln und strengen Paukern: In Höchstädt kann ab April freiwillig die Schulbank gedrückt werden – und das im Schloss.

Lust auf eine Zeitreise durch die eigene Schulzeit? Dann ist die neue Ausstellung, die ab 2. April im Schloss Höchstädt zu sehen ist, genau das Richtige. Da gibt es nicht nur berühmte und kreative Spickzettel zu sehen, sondern auch ganz alte Schulbänke, Lehrmittel und andere Kuriositäten. Und: Der Wertinger Alfred Schneid erzählt seine Bildungsbiografie. Verantwortlich für die Ausstellung ist Stefanie Kautz vom Bezirk Schwaben. Seit Monaten organisiert, sammelt und bemüht sie sich. Nach der offiziellen Eröffnung kann die Ausstellung mit dem Titel „Schwäbische Schulgeschichten von 1945 bis heute“ in den Räumlichkeiten im Schloss bis Oktober angeschaut werden – ein Erlebnis für die ganze Familie.

Ausstellung in Höchstädt: witzige Anekdoten aus dem Schulleben

Gezeigt werden beispielsweise Geschichten von ehemaligen und aktuellen Schulkinder. Sie erzählen, wie ihnen Schule gefallen hat oder was heute so schön in der Einrichtung ist. Oder eben auch nicht. Witzige Anekdoten inklusive.

Die Ausstellung beleuchtet verschiedene Aspekte des Schullebens in Bayerisch-Schwaben ab 1945. Die Schule gewann seit der Nachkriegszeit zusehends an Bedeutung. Neben der Familie und der sozialen Herkunft ist sie bis heute die einzige umfassende Sozialisationsinstanz für junge Menschen. Wie Schule in den 1950er und 60er Jahren war, weiß Alfred Schneid. Der stellvertretende Landrat aus Wertingen erzählt von seiner Bildungsbiografie. In enormer Vollständigkeit von ihm aufbewahrt zeigen Bücher, Hefte, Krankmeldungen, Stundenpläne und Spickzettel, was von einer Schulkarriere außer Bildung und Erinnerungen bleibt.

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Über 1000 Spickzettel

Die Kuratorin Stefanie Kautz hat sich noch etwas Besonderes einfallen lassen: „Wenn es um Schule geht, dürfen die Hauptpersonen natürlich nicht außen vor bleiben.“ Deshalb wurden unter anderem Mädchen am Stetten Institut Augsburg zur eigenen Schulgeschichte gefragt, wie die Schule der Zukunft aussehen könnte. Und es gibt noch einen Höhepunkt: Die vom Schulmuseum Nürnberg übernommene Ausstellung in der Ausstellung „Bloß nicht erwischen lassen! Spickzettel – die verborgene Seite der Schule“ präsentiert über eintausend konventionelle und ungewöhnliche Spickzettel. Der berühmteste Spicker stammt vom ehemaligen Nationaltorwart Jens Lehmann. Ob er ihm geholfen hat? (sb, pm)

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