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Dillingen

24.09.2019

Fridays for Future: Das sagen unsere Leser dazu

Am Freitag fand eine Fridays-for-Future-Demonstration in Dillingen statt.
Bild: Jakob Stadler

Plus Nach der Fridays-for-Future-Demo in Dillingen erreichen uns immer mehr Leserbriefe. Klar ist: Die Aktion polarisiert.

Seit Freitag haben uns einige Leserbriefe zur Fridays-for-Future-Aktion in Dillingen erreicht (Fridays for Future: 300 Demonstranten ziehen durch Dillingen). Das sagen die Leser:

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Und wann kommt die Steuer aufs Ausatmen?

Zum Bericht „Fridays for Future: Sailer-Gymnasiasten wollen nicht die Schule schwänzen“ vom 20. September:

Fridays for Future: Das sagen unsere Leser dazu

Die von den Medien aufgebauschte Klima-Erhitzungshysterie erreicht die Vernunft der Menschen nicht mehr. Da maßen sich ein paar verblendete Ideologen an, sie könnten etwas retten, das man nicht retten kann. Klima gibt es, seit die Erde ein Klima hat, seit vier Milliarden Jahren. Jedem Geologen und Klimatologen sind die Fakten bekannt, auch die Schwankungen, seit jeher ohne den Menschen. Zudem leben wir in einer Eiszeit, seit 10 000 Jahren in der aktuellen Zwischenwarmzeit und seit rund 200 Jahren in der Re-Erwärmung nach dem letzten Eisvorstoß (Kleine Eiszeit). Leider haben wir einen Bildungsnotstand, der beim Lehrpersonal schon so ausgeprägt ist, dass man weinen möchte.

CO2 zu besteuern, ist der Gipfel der Verblödung

Erhitzt werden nur die Gemüter, aber nicht die Nervenzellen etwa beim Denken. Der Politik geht es um eine neue Gelddruckmaschine, andere schwänzen lieber die Schule, wo hier Bildung doch so nottäte. Wo waren die eigentlich in den sechs Wochen Sommerferien. Da hätte man doch Tag und Nacht aktiv sein können, oder? Aber ein Spurengas (CO2) zu besteuern, das nichts mit einer Klimaerwärmung (geschweige denn Erhitzung), einem nicht existenten atmosphärischem Treibhauseffekt und schon gar nicht einem Menschengemachten zu tun hat, ist der Gipfel der Verblödung. Als Nächstes wird das Ausatmen besteuert.

Da hätte ich einen Vorschlag: Da das CO2 aus der Atemluft etwa die Hälfte der gesamten Emissionen des Verkehrs im Jahr ausmacht, könnten alle rot-grünen Spinner von Ostern bis Weihnachten einfach mal die Luft anhalten. Dann wären Ihre Einsparungsforderungen sofort erfüllt, und ich müsste mir den Quatsch nicht länger anhören. Michael Audibert, Geologe, Blindheim

Fridays for Future: Wer war alles nicht dabei?

Leserbrief zum Artikel: „300 Klimademonstranten ziehen durch Dillingen“ in der Zeitung vom 21. September:

Interessanter als zu berichten, wer alles an der zweiten Fridays for Future-Demonstration in Dillingen teilgenommen hat, ist es, sich genauer anzusehen, wer alles nicht daran teilgenommen hat.

Da wären die Dillinger Schulen, allen voran zu meinem Bedauern auch meine Alma Mater, das Johann-Michael-Sailer-Gymnasium, dessen Schulleiter und Schülersprecher ihren Schülern die Teilnahme an der Demo verboten haben und mit verschärften Verweisen reagieren. Das „Sailer“ mag zwar eine MINT-Schule sein, eine Demokratie-Schule ist es jedoch nicht. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da sich Lehrer lauthals darüber beklagten, dass sich „die Jugend von heute“ nicht mehr für Politik interessiere. Jetzt ist die Jugend politisiert wie lange nicht, und den Erwachsenen ist’s auch wieder nicht recht. All denjenigen, die nun behaupten, die Schulpflicht ist wichtiger als die Bewahrung der Schöpfung, sei mit dem Zitat der „Streberin“ Hermine Granger geantwortet, das aus der Harry-Potter-Reihe stammt, mit der unsere Generation aufgewachsen ist: „Bücher! Schlauheit! Es gibt wichtigere Dinge – Freundschaft und Mut.“

Ist den Politikern diese Zukunft egal?

An zweiter Stelle wären da die Oberen der Stadt. Wenn es stimmt, dass bei Fridays for Future unser aller Zukunft verhandelt wird, dann kann die Abwesenheit bestimmter Politiker nur bedeuten, dass ihnen diese Zukunft egal ist. Auf der Demo wurden konkrete kommunalpolitische Forderungen aufgestellt, von einem besseren Bus- und Bahnverkehr über die Neuanpflanzung von Bäumen bis hin zu mehr Fahrradstellplätzen in der Stadt. Es wäre interessant gewesen zu hören, was die Vertreter der Stadt dazu zu sagen haben. Offensichtlich glaubt man im Rathaus, die fadenscheinigen Lippenbekenntnisse in München und Berlin reichten aus, das Klima zu retten; die Chance, ein Zeichen zu setzen, hat man jedenfalls verpasst. Jan Doria, Dillingen-Steinheim

Ein Schulverweis ist voll daneben

Leserbrief zum gleichen Artikel:

Wenn Schüler einmal nicht übers Handy wischen, sondern sich bei Friday for Future Demonstrationen engagieren, dann reagiert die Leitung des Sailer Gymnasiums mit verschärftem Verweis. Erziehung zu politischem Engagement und Sorge um die Schülerzukunft sieht anders aus. Sollten statt der Workshops für die Schüler nicht besser Fortbildung für die Lehrer im Referat Umwelterziehung in der nahen Akademie für Lehrerfortbildung die Reaktion sein? Gernot Hartwig, Buttenwiesen

Verweise für Schüler sind absurd

Zum gleichen Artikel:

Etwa 1,4 Millionen streiken am vergangenen Freitag Mittag um 12 Uhr in Deutschland, im Rahmen der Fridays-for-Future-Demonstrationen für ein nachhaltiges Klimakonzept und tatsächliche Weichenstellungen politischer Art. An einem Dillinger Gymnasium wird drei Schülerinnen ein verschärfter Direktoratsverweis erteilt. In meinen Augen absurd angesichts der Klimakrise, steigender Temperaturen sowie bereits erreichter oder bevorstehender Kipppunkte und fehlender wirksamer Konzepte der Bundes- und Landesregierung.

Die Schulpflicht muss gegen die Grundrechte der Schülerinnen abgewogen werden, keine Frage, und zwar in jedem Einzelfall. Die Auslegung muss nach einem Urteil des BVerfG, Beschluss vom 14. März 1972 grundrechtsfreundlich sein. Sie muss das entgegenstehende Grundrecht der Versammlungsfreiheit würdigen und ihm möglichst zur Geltung verhelfen, soweit es der Bildungs- und Erziehungsauftrag zulässt. Es muss auch in unserem Landkreis einen Unterschied machen, ob jemand der Schule fernbleibt, weil er oder sie einfach keine Lust hat und schwänzt, oder ob er oder sie ein politisches Grundrecht wahrnehmen will. Heidi Terpoorten, Binswangen

Lesen Sie dazu auch:

Fridays for Future: 300 Demonstranten ziehen durch Dillingen Sailer-Gymnasiasten wollen nicht die Schule schwänzen

Der Kommentar: Fridays for Future im Kreis Dillingen: Lasst die Jugend nicht alleine

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