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Kreis- und Sportausschuss

26.10.2015

Führungszeugnisse: Einige Vereine fehlen noch

Noch haben nicht alle Vereine im Landkreis die Vereinbarung bezüglich der Vorlage von Führungszeugnissen mit dem Amt für Jugend und Familie unterschrieben.
Bild: Symbolbild: Kleinschmidt, dpa

90 Prozent haben die Vereinbarung schon unterschrieben. Was den anderen droht

Von Katharina Gaugenrieder

Landkreis Insgesamt 165200 Euro an Zuschüssen hat der Kultur- und Sportausschuss des Landkreises gestern für das Jahr 2015 gewährt. Darunter 70650 Euro für die Sportförderung, 11100 Euro für die Erwachsenenbildung, 20000 Euro für die Kultur- und Musikpflege sowie 61750 Euro für die Denkmalpflege und 1700 für die Heimat- und Kulturpflege.

Doch wie Landrat Leo Schrell in der Sitzung des Ausschusses sagte, könnte es bald sein, dass einige Vereine im Landkreis aus diesem Topf kein Geld mehr bekommen können. Grund ist die Vereinbarung, die die Vereine bezüglich der Vorlage von Führungszeugnissen mit dem Amt für Jugend und Familie des Landratsamts schließen sollen. Dies, sagt Schrell, hätten bisher rund 90 Prozent getan. Die restlichen wolle man nun noch einmal anschreiben. Schrell wies ausdrücklich darauf hin, dass sich auch Vereine zurückmelden sollten, die keine Jugendarbeit betreiben. Sie müssen das dann entsprechend angeben.

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Wenn Vereine, die Jugendarbeit betreiben, die Vereinbarung nicht unterzeichnen, werde man zu entscheiden haben, wie man künftig damit umgehe. Denn das Ministerium schreibe dann vor, dass in einem solchen Fall keine öffentlichen Zuschüsse mehr an den Verein fließen können. Landrat Leo Schrell betonte noch einmal, dass sich das Landratsamt nicht um diese Aufgabe gerissen habe, die gesetzlichen Vorgaben aber umsetzen müsse. Bewusst habe man sich für das Modell entschieden, das für die Vereine noch am praktikabelsten sei. Auf eine vom Jugendhilfeausschuss gefasste Resolution, in der eine Vereinfachung des gesamten Verfahrens gefordert wurde, habe man allerdings außerordentlich ernüchternde Rückmeldungen bekommen.

Daneben ging es in der Sitzung auch um die Förderung für die Musikvereine. Hier bemängelte Martin Bannert, dass keine Verstärkeranlagen gefördert werden. Sie spielten in der Jugendkultur eine immer wichtigere Rolle. Landrat Leo Schrell erklärte dazu, dass man in diesem Bereich nach Abzug der 10000 Euro für den ASM und der 5000 Euro für den Chorverband nur noch 5000 Euro zur Verfügung habe und dass man, damit der Kuchen für die Anschaffung von Noten, Instrumenten und Trachten nicht noch kleiner wird, dann die Mittel insgesamt erhöhen müsste. Er bat die Vertreter des Chorverbands und des ASM, sich in ihren Gremien Gedanken dazu zu machen.

Daneben bat Schrell Josef Werner Schneider, den Vorsitzenden des ASM-Bezirks 17, in den Vereinen abzuklären, ob in den nächsten Jahren angedacht ist, im Landkreis neue Probenräume zu schaffen. Dafür plant der Kreis pro Jahr 14000 Euro ein, die in den vergangenen Jahren aber oftmals nicht abgerufen wurden. 44650 Euro haben sich so angesammelt. Geld, das der Kreis an anderer Stelle gut brauchen könnte.

So zum Beispiel bei den Zuschüssen im Bereich Denkmalschutz. Hier hat der Kreis bei Bauprojekten bisher fünf Prozent des denkmalpflegerischen Mehraufwands gefördert. Nachdem die Anträge in den vergangenen Jahren immer zahlreicher und umfangreicher wurden und der Ausschuss für 2016 schon 32900 Euro an Zuschüssen zugesagt hat, könnte das nicht abgerufene Geld für neue Musikproberäume hier helfen. „Ansonsten wären wir gezwungen, unter die fünf Prozent zu gehen.“

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