Newsticker

Kultusministerium: Mehr als 8800 Schüler sind in Bayern wegen Corona in Quarantäne
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Gartenarbeit: Da ginge auch jetzt schon was

Landkreis Dillingen

11.04.2020

Gartenarbeit: Da ginge auch jetzt schon was

Man könnte auch jetzt schon im Garten werkeln, auch wenn die Eisheiligen erst im Mai sind.
Bild: dpa/Symbolbild

Plus Zwei Experten geben Tipps, wie der Garten ab jetzt verschönert werden kann und was schon angebaut werden kann.

Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und die Pflanzen beginnen zu blühen. Da will man direkt in den Garten und loslegen. Ute Hospodarsch ist Umweltpädagogin im Bächinger Mooseum und kennt sich mit Pflanzen aus. „Es gibt schon ganz viel im Garten zu tun.“

Man kann zum Beispiel schon den Garten für die bevorstehende Zeit herrichten: Beete vorbereiten und den Kompost in den Boden einarbeiten. Aber nicht nur solche Arbeiten sind bereits möglich, einiges kann man sogar schon anbauen. „Kräuter kann man jetzt gut einpflanzen“, erklärt die Umweltpädagogin. Vor allem Petersilie und Schnittlauch sind dafür gut geeignet. Diese Kräuter seien sehr robust.

Auch Stauden sind robust - und vielfältig

„Aber auch Stauden kann man jetzt gut anpflanzen“, sagt die 45-Jährige. Sie mag diese Pflanzen besonders gerne, weil sie pflegeleicht sind. „Man muss nur auf den Standort achten“, erklärt Hospodarsch. Manche sind für die Sonne geeignet, andere eher für schattige Plätze, und auch für Steingärten soll es passende Stauden geben. Die Bächingerin pflanzt selbst gerne Stauden in ihrem Garten an. „Die machen einfach was her“, sagt die Umweltpädagogin. Zudem kann man sich die Stauden passend zum Farbkonzept des eigenen Gartens aussuchen. Egal ob pink, gelb oder lila, da ist für jeden etwas Passendes dabei.

Gartenarbeit: Da ginge auch jetzt schon was

Wie wäre es mit einer bunten Blumenwiese?

Doch nicht nur für Stauden ist es die ideale Zeit, auch Blumenwiesen kann man jetzt anlegen. „Für den Anfang empfehle ich eine kleine Fläche“, sagt die 45-Jährige. Zuerst muss man an der gewünschten Stelle das Gras entfernen und danach etwas Sand miteinarbeiten. So schafft man einwandfreie Bedingungen für die eigene Blühwiese.

Ende April kann man das heimische Saatgut säen, dann brauchen die Blumen nur noch Sonne und genügend Wasser. „Man kann sich jetzt schon an einigem erfreuen“, sagt Hospodarsch.

Gemüse ist zäher, als man denkt

Dem kann sich der Geschäftsführer der Gartenbauzentrale Gundelfingen, Werner Hopf, nur anschließen. „Gemüse kann man jetzt anbauen“, erklärt der 56-Jährige. Nur bei Gurken und Zucchini würde er noch warten, außer man hat ein Treibhaus. Ansonsten geht alles: „Man glaubt gar nicht, wie zäh das Gemüse ist. Das hält schon was aus“, sagt Hopf. In der Gartenbauzentrale wird der erste Salat sogar schon am 5. März angepflanzt. Der Experte rät den Hobbygärtnern zu Hause, das Gemüse mit Vlies abzudecken. Das schützt die Pflanzen nicht nur vor der Kälte: „Man kann sie dann sogar zwei bis drei Wochen früher ernten“, erklärt der Geschäftsführer. Außerdem würde er das Vlies nicht direkt abnehmen, wenn es wärmer wird; die Abdeckung hilft auch im Kampf gegen Schädlinge. Die kommen laut Hopf vor allem Mitte April und richten ohne Vlies großen Schaden an.

Achtung, Abstand lassen!

Auch die Sortenwahl sollte bedacht sein. „Auf keinen Fall sparen. Das macht sich zu hundert Prozent bezahlt“, rät der 56-Jährige. Dabei sollte man darauf achten, dass es schädlingsresistente Pflanzen sind und sie einen guten Geschmack haben. Denn auch hier gibt es große Unterschiede. „Da muss jeder seinen eigenen Geschmack finden“, sagt Hopf.

Egal, für welche Sorte man sich entscheidet, man darf das Gemüse nicht zu eng pflanzen. Wer beispielsweise vier bis fünf Blumenkohl setzen will, muss dafür mindestens einen Quadratmeter einplanen. Das liegt daran, dass das Gemüse Platz zum Wachsen braucht und sich auch das Licht teilt. Will man doch etwas mehr im Garten anpflanzen, kann man sogenannte schnell wachsende Zwischenkulturen nehmen. Und zum Beispiel Radieschen zwischen den Blumenkohl pflanzen. Nachdem Radieschen schneller wachsen, können sie früher entnommen werden und nehmen dem Blumenkohl keinen Platz weg. Trotzdem ist es wichtig, auf die richtige Verteilung des Gemüses zu achten, denn sonst gehen die Pflanzen kaputt oder sprießen in die Höhe: „Das Gemüse braucht einfach Platz.“ Na dann, ab ins Beet.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren