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Konzert

27.04.2015

Geburtstagsparty mit Überraschung

Neuer Name, neuer Schwung. Dies bewiesen die Musikerinnen und Musiker um Sängerin Gitta Lorenz bei ihrem Konzert im ausverkauften Stadeltheater Lauingen
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Neuer Name, neuer Schwung. Dies bewiesen die Musikerinnen und Musiker um Sängerin Gitta Lorenz bei ihrem Konzert im ausverkauften Stadeltheater Lauingen

Gleichzeitig ändert „No Please“ ihren Namen in „Monday Night Orchestra“

Große musikalische Geburtstagsparty im Stadeltheater Lauingen. Eingeladen dazu hatte die Big Band „No Please“, die sich im 20. Jahr ihres Bestehens von so manchem gebührend verabschiedete und im ausverkauften Haus so einiges an Neuem vorstellte.

So hat die Band nach dem Weggang von Bandleader Alex Hausmann mit Florian Vock einen virtuosen Nachfolger gefunden, der die Band mit seinem spürbaren musikalischen Können und Verständnis zu führen versteht. Der personelle Wechsel hat der Band sicherlich neue musikalische Impulse verliehen, was sich am Sound und der Spielfreude der Musiker zeigt. Über drei Sets (Film, Swing, Party) versprühten die Musiker um Sängerin Gitta Lorenz Geburtstagslaune, die bereits im ersten Song „Big Spender“ musikalisch und stimmlich brillant auf das Publikum übertragen wurde. Das Musikverständnis, die Fähigkeit zur Improvisation mit dem Willen der Musiker zur kreativen Selbstverwirklichung, schafft dennoch eine instrumentale Einheit, in der sich „No Please“ neu gefunden hat, wobei auch das „Mischpult“ mit technischem musikalischem Know-how für optimale Beschallung im Stadeltheater sorgte.

Ein unerwarteter „Son of the preacher man“ oder das „Don‘t no why“ imponieren im ersten Teil des Konzerts ebenso, wie die Titelsongs und -melodien aus den Filmen „Flashdance“, „Mission impossible“ oder Skyfalls.“ Hier überzeugt „No Please“ einmal mehr rhythmisch komplex, melodisch stringent in harmonischer Verbundenheit. Hinzu kommt die ausdruckstarke soul-verliebte Stimme von Gitta Lorenz, die in über 18 Jahren die Band maßgeblich mit geprägt hat.

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Der Beifall, der Musiker und Sängerin in die erste Pause begleitete, war dementsprechend und versprach in den nächsten zwei Sets noch eine tolle Geburtstagsparty. Doch der zweite Konzertteil sorgte zu Beginn für eine Paukenschlag, der das Publikum für eine kurzen Moment zur Stille verdammte, bis es begriffen hatte, was hier gespielt wurde. „No Please“ verabschiedete sich nach 20 Jahren von der Musikbühne, um dann jedoch als „Monday Night Orchestra“ für frischen musikalischen Wirbel auf der Theaterbühne in Lauingen zu sorgen.

Die Musiker hatten ihre weißen Dinner-Jackets abgestreift und mit gelben Hosenträgern vertauscht. „It‘s swingtime“ rauchte die Stimme von Gitta Lorenz ins Mikro, was die Musiker mit einem fabelhaften „In the mood“ von Glenn Miller intonierten. Nicht weniger anspruchsvoll das „I just wanna love with yuo“, von Willie Dixon, der im Arrangement und Gesang an die Aufnahme mit Edda James erinnerte.

Dazwischen durfte natürlich das gekonnt gespielte „New York, New York“ nicht fehlen, bei dem Peter Lang mit seinem Gesang zeigte, dass er nicht nur ein ausgezeichneter Saxofonist ist. Imfolgenden Aretha- Franklin-Song „Chain of fools“ zeigte Sängerin Gitta einmal mehr über welchen Grove sie in ihrer Stimme verfügt, den sie auch gleich zu Beginn des dritten Konzertteils im ABBA-Song „Gimme, Gimme, Gimme“ unter Beweis stellte.

Gekonnt arrangiert und rhythmisch präzise gespielt, folgten „Hott Stuff“, „Raining Man“ und „I will survive“, bei den Gitta Lorenz ihre große stimmliche Präsenz ausspielte. Die Musikerinnen und Musiker folgten diesem Schwung an Harmonie, Groove und Rhythmus, wobei das Publikum auch nicht ruhig auf seinen Sitzplätzen verharrte.

Ein Beifall umjubelter Abschied von „No Please“ und großer Start von „Monday Night Orchestra“.

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