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14.03.2018

Georg Winter: „Wir haben da eine Chance verpasst“

Der CSU-Kreisvorsitzender Georg Winter spricht von einer verpassten Chance.  Unser Bild zeigt ihm beim politischen Fischessen der CSU in Finningen.
Bild: Karl Aumiller (Archiv)

Die Grünen klotzten auf der WIR, und auch SPD und Freie Wähler warben auf der Messe. Aber wo war die CSU?

Die Grünen haben auf der Dillinger Messe geklotzt: Von den Bundestagsabgeordneten Ekin Deligöz, Beate Walter-Rosenheimer, Dieter Janecek über Landtags-Fraktionschef Ludwig Hartmann bis zum Landesvorsitzenden Eike Hallitzky reichte die Palette der überregional agierenden Politiker, die zur WIR 2018 kamen. Und auch die Sozialdemokraten und die Freien Wähler zeigten mit ihren Ständen bei der Regionalschau im Donaupark Flagge. Ausgerechnet die CSU, stärkste Partei im Bayerischen Landtag, glänzte durch Abwesenheit bei einer Schau, die vom 7. bis zum 11. März mehr als 50000 Menschen gesehen haben. Einige Messebesucher hat dies überrascht. Einer stellte die Frage, ob sich die Christsozialen bei der Landtagswahl im Herbst zu siegessicher seien.

CSU-Kreisvorsitzender Georg Winter redete auf Anfrage unserer Zeitung nicht um den heißen Brei herum. Seine Partei sei keineswegs siegessicher. Der Auftritt hätte der CSU im Landkreis „sicher gutgetan“, räumte der Landtagsabgeordnete ein. Er und seine Mitstreiter hätten nicht gewusst, „dass andere so aufdrehen“, erläuterte Winter. Im Rückblick müsse er sagen: „Wir haben da eine Chance verpasst, und wir hätten da präsent sein müssen.“ Der Dillinger Ortsvorsitzende Wolfgang Gorhau ist sich da nicht ganz sicher. „Ich weiß nicht, ob die Ausstellung viel gebracht hätte.“ Vor vier Jahren habe er selbst viel Zeit auf dem Stand des Ortsvereins auf der WIR verbracht. 2020, wenn Kommunalwahlen sind, werde die CSU, so Gorhau, bestimmt wieder dabei sein.

Georg Winter sagte, er sei am Tag der Eröffnung voll verplant gewesen. „Ich habe in dieser Woche sehr viel für den Landkreis Dillingen gearbeitet, aber wenig Werbung gemacht.“ Und der Wunsch des Bayerischen Bauernverbands, dass ein hochrangiger CSU-Politiker zur WIR kommen möge, sei erst ziemlich spät an ihn herangetragen worden. Es seien ja auch schon Spitzenpolitiker der Christsozialen wie Ilse Aigner, Andreas Scheuer und Barbara Stamm zur Dillinger Messe gekommen, erinnerte Winter, der am Sonntag beim Bauernverband einen politischen Frühschoppen mit dem FW-Landtagsabgeordneten Johann Häusler bestritt. Der 67-Jährige ließ durchblicken, dass der Auftritt der CSU bei der WIR 2020 anders ausfallen werde.

Nicht vertreten bei der Messe waren auch die Liberalen, die bei der Landtagswahl 2013 herbe Stimmenverluste hatten hinnehmen müssen und den Sprung in den Landtag verpasst hatten. Dillingens FDP-Ortsvorsitzender Uwe Pranghofer habe sich um einen Stand bemüht, informierte der Kreisvorsitzende Alois Jäger. „Uns wurde aber ein Platz angeboten, der für uns nicht akzeptabel war“, sagte der Lauinger. Da hätten sich die Liberalen „an den Rand geschoben“ gefühlt. „Wir hätten uns gefreut, wenn der Platz für den FDP-Stand zufriedenstellend gewesen wäre“, meinte Jäger. So hätten die Liberalen aber auf eine Teilnahme an der Messe verzichtet.

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