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Landtagswahl

15.10.2018

Georg Winter holt sich klar das Direktmandat

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Erleichterung über seine Wiederwahl, Enttäuschung über das Ergebnis der Christsozialen: Landtagsabgeordneter Georg Winter hat am Sonntagabend den Ausgang der Wahl bei sich zu Hause am Fernseher in Höchstädt verfolgt.

Der CSU-Politiker wird zum siebten Mal in den Landtag gewählt. Der FW-Landtagsabgeordnete Johann Häusler muss dagegen zittern.

Wahlsieger geben sich gewöhnlich anders. Doch bei Georg Winter in Höchstädt knallen keine Sektkorken. Der 67-Jährige verfolgt zu Hause am Fernseher zusammen mit Bezirksrat Johann Popp den Ausgang der Landtagswahl. Als die erste Hochrechnung gegen 18.30 Uhr bei der CSU Verluste von zwölf Prozent ergibt, beginnt Winter nüchtern zu analysieren. „Für uns ist das ein enttäuschendes Ergebnis.“ Die Christsozialen hätten im Wahlkampf zu wenig über ihre Erfolge gesprochen. „Der Versuch, Wähler vom rechten Rand zu rt, hat uns geschadet“, stellt Winter fest.

Ein wenig besser wird Winters Stimmung, als die Ergebnisse aus dem Stimmkreis Augsburg-Land, Dillingen, eintrudeln. Schnell ist klar, dass der 67-Jährige das Direktmandat gewonnen hat. Winter wird am Ende mit 40,4 Prozent der Erststimmen (minus 2,8 Prozent) zum siebten Mal in den Landtag gewählt. Sein persönliches Ergebnis liegt deutlich (plus 3,7 Prozent) über dem seiner Partei. Das sei für ihn Motivation, sich weiter voll für die Region einzusetzen. „Ich habe viele Ziele“, betont Winter.

Johann Häusler ist "tief enttäuscht"

Eine Zitterpartie war am Wahlsonntag dagegen die Auszählung für FW-Landtagsabgeordneten Johann Häusler, der mit einem herausragenden Erststimmenergebnis „um die 25 Prozent“ den Wiedereinzug in den Landtag schaffen wollte. Am Ende holte Häusler aber nur 18,0 Prozent. „Ich bin persönlich tief enttäuscht, denn ich habe gerechnet, dass das anders ausgeht“, sagt Häusler, der den Wahlabend mit Gleichgesinnten im Gasthof Magg in Biberbach verbrachte. Er freue sich natürlich über das gute Ergebnis der Freien Wähler. „Ich hätte mir aber erwartet, dass mein Einsatz in den vergangenen Jahren von den Wählern mehr honoriert wird.“ Er könne sein Zweitstimmenergebnis auf der Wahlkreisliste in Schwaben noch nicht abschätzen, mit dem Wiedereinzug in den Landtag könnte es aber dennoch klappen. Er sei in Schwaben an zweiter Stelle bei den Erststimmen. Und vier Mandate seien den Freien Wählern sicher. „Es könnte reichen“, sagt Häusler, der sich über Winters Ergebnis und das Abschneiden der AfD wunderte.

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Die AfD ist auf Rang drei

Auf Rang drei der Erststimmenkandidaten kam gestern Rafael Hauptmann von der rechtspopulistischen AfD mit 13,1 Prozent. Peter Emil Monz (Grüne) erhielt 1,1 Prozent, Tobias Rief (SPD) nur 6,4 Prozent, und Claudia Stocker (FDP), die sich in Lauingen für das Bürgermeisteramt bewarb, 4,8 Prozent. Die anderen Bewerber fielen nicht ins Gewicht. Ansonsten spiegeln die Parteiergebnisse im Stimmkreis in vielen Bereichen die Entwicklung in Bayern wider.

Die CSU kam auf ein Gesamtergebnis von 38,5 Prozent und verlor damit gegenüber 2013 deutlich (minus 7,7 Prozent). Die SPD stürzte auf 7,2 Prozent ab, ein Minus von 9,3 Prozent. Zweitstärkste politische Kraft wurden die Freien Wähler mit 19,0 Prozent der Zweitstimmen, ein Plus von 5,0 Prozent. Rang drei belegte die AfD mit 13,1 Prozent. Und die Grünen legten ebenfalls deutlich zu und steigerten ihr Ergebnis von 6,2 auf den Rekordwert bei einer Landtagswahl von 11,5 Prozent. An ihr Ergebnis im Freistaat kamen sie in der Region aber nicht heran. "

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