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Höchstädt

06.02.2018

Gerrit Maneth: Bescheiden und durchorganisiert

Gerrit Maneth, 44, tritt locker auf, auch wenn er nicht der Mann vieler Worte ist. Er bringt auf den Punkt, was er an Höchstädt verbessern will.
Bild: Karl Aumiller

Der Freie-Wähler-Kandidat kommt auch mit vielen Aufgaben gleichzeitig zurecht. So hat er sich bei der Podiumsdiskussion in Höchstädt präsentiert.

Er ist der Organisator, das sagt Gerrit Maneth von sich selbst. Der, der alles im Blick hat. Der dafür sorgt, dass der Laden läuft. Und der nichts dem Zufall überlässt.

Vor Beginn der Podiumsdiskussion pendelt er hin und her, zwischen dem Halleneingang, wo er Besucher begrüßt, und den Moderatoren, mit denen er letzte Details zum Ablauf bespricht. Sein Anzug sitzt, die Krawatte leuchtet in der FW-Farbe Orange. Als er sich auf der Bühne an seinen Platz setzt, mustert er die Pflanze vor sich. Es ist der Rosmarin, den er seit dem Kappenabend im Auftrag der Gebrüder Höchstädt aufgepäppelt hat. Um zu üben, wie man mit etwas Vernachlässigtem umgeht. Im Topf steckt ein Schild. Maneth schiebt es ein bisschen tiefer in die Blumenerde. So, nun kann es ihn nicht mehr verdecken.

Denn er muss sich nicht verstecken. Immer wieder betont Maneth, wo es Parallelen zwischen seiner Aufgabe als Leiter „Organisation und Prozesse“ bei BSH und dem Bürgermeisteramt gibt. Er sei es gewohnt, Aufgaben parallel zu bearbeiten. Er sieht sich als Teamplayer, im Job und im Rathaus. Er bringt Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit mit. Und als Stadtrat weiß er, was Höchstädt, insbesondere die Vereine, umtreibt. „Als Vereinsreferent habe ich hier die Kontakte.“ Beim Thema B16 wird er staatsmännisch. Den Gegenwind in Deisenhofen habe er gespürt. Nun müsse man offene Gespräche führen. „Wir werden das schaffen“, sagt er.

Gerrit Maneth: Bescheiden und durchorganisiert

Maneth traut sich, zu sagen, wenn er etwas nicht weiß. Zum Verkehrsaufkommen Richtung Wertingen sagt er: „Lösungen? Nein, habe ich persönlich noch nicht.“ Wichtig findet er das Problem aber. „Wir müssen das Thema dringend angehen“, sagt er. Bei der Publikumsfrage, wie groß die freie Finanzspanne der Stadt sei, antwortet er: „Gut vorbereitet, da haben Sie mich erwischt.“ Dabei wirkt er selbstbewusst. Das funktioniert, weil er bei anderen Themen beweisen kann, dass er durchaus tief in der Materie ist und eigene Ideen und Vorstellungen hat. Das zeigt sich vor allem, als er davon spricht, die Innenstadt wieder zu beleben und den Jugendlichen Perspektiven zu geben.

Maneth übt sich auch in Bescheidenheit. „Matthias ist mit Sicherheit der bessere Redner“, sagt er über seinen Konkurrenten. Aber es sei die Vorgabe gewesen, kurz und knapp zu antworten. Maneth sagt: „Ich halte mich an Vorgaben.“

Auf lockere Fragen antwortet er schlagfertig. Bier oder Wein? „Wein, weil man da nicht so viel trinken muss.“ Er verspricht schon einmal Butterbrezen für die Stadtverwaltung an seinem ersten Bürgermeister-Tag. Und wäre er ein Tier, welches wäre es? Ganz klar, die Biene. „Fleiß, Teamwork, immer aktiv. Und wenn’s sein muss, hol’ ich den Stachel raus.“

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