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Vortrag

20.01.2016

Gewaltfreie Erziehung: Auch ein Thema für Asylbewerber

In verschiedenen Sprachen wurden sie auch über die Rechte von Frauen informiert

Die Unterstützergruppe „Asyl/Migration“ Dillingen hatte eingeladen und über 50 Väter, Mütter und Alleinerziehende aus dem Kreis der in Dillingen untergebrachten Asylbewerber kamen trotz vereister Straßen und Schneefall in den Faustussaal zu einer Informationsveranstaltung über Kindererziehung. Die Kinder wurden währendessen vor Ort von Frauen der Unterstützergruppe betreut.

Gunde Hartmann vom Kinderschutzbund erklärte den Teilnehmern Grundsätze, die in Deutschland für Kindererziehung Gültigkeit haben. Bereits in seiner Begrüßung hatte der Koordinator der Dillinger Gruppe, Georg Schrenk, darauf hingewiesen, dass die grundlegende Norm in Deutschland das Grundgesetz ist und nach diesem alle Menschen gleich sind. Er verdeutlichte den Inhalt des Artikels 2 des Grundgesetzes und dort insbesondere das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das für alle Menschen, auch Kinder und Frauen Gültigkeit hat.

Gunde Hartmann hob in ihren Ausführungen hervor, dass der Respekt und die Achtung, die wir den Kindern entgegenbringen, die einzige Garantie dafür ist, dass sie auch uns Achtung und Respekt entgegenbringen. In der anschließenden Gesprächsrunde wurde klar gemacht, dass körperliche Gewalt gegen Kinder dazu führen kann, dass das Jugendamt eingreift und es in besonders schweren Fällen zu Gerichtsverfahren kommt. Im Zusammenhang mit Kindererziehung wurde auch auf die Gewalt gegen Frauen eingegangen. Regina Schmidt vom Helferkreis stellte in diesem Zusammenhang das Dillinger Frauenhaus und dessen Möglichkeiten vor. Georg Schrenk wies deutlich darauf hin, dass Gewalt gegen Menschen, auch gegen Frauen und Kinder gerichtlich verfolgt werden und zu empfindlichen Freiheitsstrafen führen kann.

Die Ausführungen von Gunde Hartmann und die Diskussionsbeiträge übersetzten Asylbewerber, die schon gut die deutsche Sprache beherrschen, in verschiedene Landessprachen. Zudem wurden Informationsblätter des Kinderschutzbundes e zum Thema „Gewaltfreie Erziehung“ in verschiedenen Sprachen erstellt und ausgeteilt. In seinem Schlusswort wies Georg Schrenk auf Regeln in Schule und Kindergarten hin, die einzuhalten sind wie etwa Pünktlichkeit, Anwesenheit und andere Verhaltensrichtlinien, die für einen Besuch in diesen Einrichtungen unerlässlich sind. Solche Veranstaltungen sollen nach Mitteilung der Unterstützergruppe fortgesetzt werden. Sie seien wichtig, um Reibungen im Zusammenleben abzubauen und um die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern. (pm)

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