Newsticker

Bundesregierung erklärt fast ganz Österreich und Italien zu Risikogebieten
  1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Gipfeltreffen der Narren

Fasching

26.01.2015

Gipfeltreffen der Narren

Der Showtanz der Faschingsgesellschaft Epponia aus dem Aschberg fesselte die Besucher ebenfalls mit ihrem Tanz.
11 Bilder
Der Showtanz der Faschingsgesellschaft Epponia aus dem Aschberg fesselte die Besucher ebenfalls mit ihrem Tanz.
Bild: Karl Aumiller

Gesellschaften präsentierten sich in Dillingen

Von Katharina Gaugenrieder und Karl Aumiller (Fotos)

Schon von draußen sind die wummernden Bässe der Musik zu hören. Rings um die Dillinger Sebastian-Kneipp-Halle ist kein Parkplatz mehr zu kriegen. Zu Hunderten sind die Menschen an diesem Sonntagnachmittag nach Dillingen gekommen. Schließlich steigt hier heute das närrische Gipfeltreffen des Landkreises, organisiert von der Hallo Wach. Alle neun Faschingsgesellschaften des Landkreises sowie die Faschingsfreunde aus Amerdingen sind gekommen, um ihr diesjähriges Programm zu zeigen. Dabei waren die meisten von ihnen schon in der Nacht zuvor in närrischer Mission unterwegs.

Etwa die Bachtalia. Um ein Uhr sind sie ins Bett gefallen. Schon acht Stunden später haben sie sich wieder getroffen, erzählt Verena Magyar. Gegenseitig haben sich die spanischen Señoritas vom Showtanz die Haare gemacht und geschminkt. Nun, 40 Minuten bevor sie auf die Bühne müssen, beginnt der Feinschliff. Eine letzte Schicht Haarspray, noch einmal den roten Lippenstift nachziehen. Nachher muss alles perfekt sein. Denn das Landkreistreffen ist schon etwas ganz Besonderes, wie Verena Magyar verrät. „Das ist für uns schon einer der wichtigsten Auftritte.“ Schließlich präsentiert man dort seinen Tanz unter den fachkundigen Augen der anderen Gesellschaften. Und sie schauen bei der närrischen Konkurrenz noch einmal ganz genau hin – weil sie ja wissen, auf was es zu achten gilt. Während sich die Damen der Bachtalia fertigmachen, wärmt sich auf dem Gang gerade Ebbo auf. Seine Schulter ziert ein blaues Tape. Vergangenes Wochenende hat er sich verletzt. „Aber da muss ich jetzt durch. Ich hab ja schließlich eine tragende Rolle“, sagt der Hüne lachend.

Schon oft war Ebbo beim Landkreistreffen dabei. Vergangenes Jahr als Prinz. Für Max Gruber ist es heute in Dillingen dagegen eine Premiere. Er ist seit dieser Saison Teil des Männerballetts der Finndonia. Doch auch wenn die Halle gesteckt voll ist und sich gleich Hunderte von Augen auf die Bühne richten werden, wenn er mit seinen Seemannskollegen aufläuft, hält sich die Nervosität in Grenzen. „Das ist ja nicht der erste Auftritt“, sagt er, während gerade die Prinzengarde der Laudonia zeigt, was in ihr steckt. Bevor sie unter den Augen der sektschlürfenden Tollitäten des Landkreises ihre Beine in perfekter Synchronität in die Höhe werfen, haben sie schon fast eine halbe Stunde Aufwärmprogramm hinter sich. Während der Showtanz der Steinheimer Faschingsfreunde draußen Pyramiden in den Hallenhimmel baut, lässt Barbara Häberle sich von ihrer Trainerin in den Katakomben noch einmal richtig durchdehnen, bis ihr ihr Bein über den Kopf reicht. Um die Gefahr einer Verletzung zu verringern, sei das unerlässlich. „Die Muskeln müssen geschmeidig sein.“ Damit sie gleich volle Leistung bringen, gibt es für jede Tänzerin noch einen Traubenzucker, dann sprechen sich im Motivationskreis noch einmal alle Mut zu. In einem lila Prinzessinnenkleid beobachtet sie die dreijährige Mia mit großen Augen. Später einmal, wenn sie groß ist, will sie genau das werden: ein Gardemädchen mit fliegenden Zöpfen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren