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Studienkirche Dillingen

26.06.2018

Glanzvoller Auftritt des Kirchenchores St. Peter

Dr. Axel Flierl leitete den Chor von St. Peter, musikalisch assistiert von Christian Elin am Sopransaxofon und Julia Schmid an der Proebstle-Orgel.
Bild: Walter

In der Dillinger Studienkirche fand eine Erstaufführung statt:  „Mass for God’s People“ in der Studienkirche. Sie soll die Zuhörer in eine imaginäre Vorstellung von Weite führen.

Wegen der Sanierungsarbeiten in der Basilika fand auch heuer der Gottesdienst zum Patrozinium von St. Peter in der Studienkirche statt. Die Liturgie in dem voll besetzten Gotteshaus zelebrierte Stadtpfarrer Wolfgang Schneck mit den Diakonen Xaver Käser und Günther Mayer, bei der acht neue Ministrantinnen und Ministranten vorgestellt wurden.

Die festliche musikalische Umrahmung gestaltete der Kirchenchor von St. Peter mit instrumentalen Gästen und einer Erstaufführung. Chordirektor Dr. Axel Flierl hat mit den gemischten Stimmen die 2007 entstandene Messe des 53-jährigen Augsburger Komponisten Stefan Nerf „Mass for God’s People“ einstudiert. Der Kirchenmusiker von St. Anton in Augsburg hat mit dieser Messe ein meditatives und klangvolles Werk geschaffen. Der Komponist weist mit seinem programmatischen Titel „für das Volk Gottes“ darauf hin, dass alle Menschen gleich welcher Nation, Religion und Hautfarbe von ihrem Schöpfer immer geliebt sind. Seine neue Messe soll ! die Ausführenden ermuntern, mit Freude zu singen und die Zuhörer gleichzeitig in eine eigene imaginäre Vorstellung von Weite führen“, so Stefan Nerf.

Diese Absicht wurde auf großartige Weise erreicht. Der diszipliniert singende Chor fand sofort Zugang zu der klar strukturierten, prägnanten lateinischen Messvertonung und bewältigte klug disponierend den Weg von der traditionellen Musiksprache zur erweiterten Ton- und Textwahrnehmung. Chordirektor Dr. Axel Flierl ordnete zielstrebig sowohl die besinnlichen ruhigen Passagen als auch die expressiv aufscheinenden Ausbrüche.

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An der Kirchenorgel begleitet Julia Schmid (Giengen) mit sicherer Hand. Den Hell-Dunkel-Gegensatz offenbarte sie mit tiefen Klangschichten oder mit wirkungsvollen leuchtenden Sequenzen. Die moderne Messe lebte von der tragenden Rolle des Sopransaxofons, mit dem Christian Elin die melodische Grundstimmung harmonisch überhöhte.

Der Augsburger Saxofonist wob pulsierend seine wunderbaren Girlanden und Imitationen elegant und elegisch in den Kirchenraum und steigerte sie improvisatorisch mit glasklarem runden Ton. Vor allem den Schwung des Gloria und die Aussagekraft des Credo unterstützten Pauken (Frederic Marquardt, Heidenheim) und zusätzliches Schlagwerk auf nachdrückliche Weise. Instrumente, Stimmen und Chorleitung verdienten sich zu Recht den Applaus, der am Schluss des Gottesdienstes aufbrandete.

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