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Binswangen

05.03.2019

Glücksfall für die Synagoge: Der Neue wohnt gleich gegenüber

Der Förderkreis der Alten Synagoge Binswangen zog Bilanz und stellte die Planungen für das kommende Jahr vor.
Bild: Berthold Veh

Es gibt einen wichtigen Wechsel in Binswangen. Außerdem wird bei der Versammlung über Ersparnisse gesprochen.

Die Alte Synagoge in Binswangen wird vom gleichnamigen Förderkreis und dessen engagierten Vorstandsleuten sowie zahlreichen Mitgliedern liebevoll und verantwortungsbewusst betreut. Nun wurde wieder Bilanz gezogen und die Jahresplanungen für 2019 vorgestellt. Die Mitgliederzahlen sind mit 110 konstant geblieben, bilanzierte der Vorsitzende Anton Kapfer beim Treffen im Schützenheim in Binswangen.

Die Synagoge ist eine wichtige Plattform

Wie es hieß, stehe der Landkreis weiterhin zu der Einrichtung Synagoge und pflege damit eine wichtige Erinnerungskultur, die gerade in Zeiten, wo es in Deutschland nicht wenige antisemitische Vorfälle gebe, sehr wichtig sei, wurde beim Förderkreis betont. Landrat Leo Schrell wurde bei der Versammlung von seinem Vize Alfred Schneid vertreten. Vorsitzender Kapfer berichtete von vielen Veranstaltungen, die das Jahr über in der Alten Synagoge eine eindrucksvolle Plattform fanden. Insgesamt zählte man in Binswangen außerdem 18 Besuchergruppen, die sich für die historische Stätte interessierten. Sehr berührend sei die Begegnung mit der 94-jährigen Holocaust-Überlebenden Hanna Zimmermann gewesen.

Die Zeitzeugin sei, wie Kapfer feststellte, von der Synagoge und der Arbeit des Förderkreises sehr angetan gewesen. Auch 2019 stünden wieder interessante Konzerttermine auf dem Programm, die eine große Bandbreite aufweisen würden. Der Stabwechsel im Hinblick auf den Wechsel in der Geschäftsführung am Kulturamt der Kreisverwaltungsbehörde sei nahtlos vollzogen worden und Lydia Edin habe sich bestens eingearbeitet, drückte der Vorsitzende seine Freude aus. Dasselbe gelte für den Hausmeisterwechsel. Adolf Mühlhauser folgte Anton Rupp senior. nach, der gegenüber der Synagoge wohnt, was ein zusätzlicher Glücksfall sei. Rupp engagiere sich wie sein Vorgänger „mit viel Herzblut“ für die Synagoge, erklärte Kapfer.

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Verein in Binswangen hat Ersparnisse

Schatzmeister Walter Stallauer und Reiner Thrul, die für die finanziellen Dinge des Förderkreises zuständig sind, sehen die Kassenlage als geordnet an. Der Verein verfüge auch ausreichend über Ersparnisse, wurde betont. Damit war auch die Neuanschaffung einer Lautsprecheranlage im Wert von 2400 Euro möglich gewesen.

Stellvertretender Landrat Alfred Schneid dankte für den Landkreis und die Verwaltungsgemeinschaft Wertingen allen engagierten Bürgern im Förderkreis für die wichtige Erinnerungskultur, die dort gepflegt werde.

Der Kommunalpolitiker verspricht sich von der harmonischen Zusammenarbeit zwischen Buttenwiesen und Binswangen wichtige Synergieeffekte. Bei der Planung für einen behindertengerechten Eingang in der Synagoge würden derzeit noch denkmalpflegerische Aspekte geprüft, erfuhr die Versammlung. (pm)

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