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Stadtrat

03.03.2015

Granit, Beton oder Asphalt? Was wollen die Bürger?

Die Bachgasse in Höchstädt wird umgestaltet.
Bild: Bronnhuber

 Die Bachgasse in Höchstädt wird komplett umgestaltet. Dabei spielt der Bodenbelag eine entscheidende Rolle

Es gibt mehr Parkplätze, die Straße ist komplett barrierefrei und wird optisch aufgewertet. Die Planungen für die Umgestaltungen in der Bachgasse gefallen dem Höchstädter Stadtrat. Doch der Teufel steckt im Detail, wie bei der vergangenen Sitzung am Montagabend klar wurde. Denn über die Frage, welcher Bodenbelag in der Bachgasse am besten geeignet ist, darüber wurde lange diskutiert. Von den Planern vorgesehen war Beton. Günter Ballis (FDP) gefiel dies gar nicht: „Und Bäume sind in der Bachgasse auch nicht vorgesehen. Das wird ja die reinste Betonwüste.“ Auch Zweiter Bürgermeister Stephan Karg (CSU) konnte sich mit Beton nicht anfreunden. Er sagte: „Ich finde das Pflaster auf dem Marktplatz nicht schlecht. Ich finde auch, dass es barrierefrei ist.“ Parteikollege Johannes Gorhau ergänzte: „Wenn wir dort alles teeren, geht der ganze Flair dieser Gasse verloren.“ Schnell war sich das Gremium einig, dass Granit-Kleinstein mit gesägter Oberfläche die optimale Lösung für die Bachgasse sei – optisch, als auch funktionell. Auch, wenn dies im Vergleich zu Beton über 30000 Euro Mehrkosten ausmachen würde. Bürgermeister Stefan Lenz meinte dazu: „Aber wenn wir es jetzt machen, dann richtig. Das sehe ich dann schon auch so.“

Doch was wollen die Anwohner in der Bachgasse? Sie haben die bisherigen Planungen mit Beton bereits zur Kenntnis genommen. Laut Lenz sprachen sie sich bei einem Treffen beispielsweise ausdrücklich gegen eine Pflasterung, ähnlich wie am Marktplatz, aus. Eva Graf-Friedel (FW) sagte: „Wir sollten jetzt nicht einfach entscheiden, sondern die Anwohner auf jeden Fall informieren und einbinden.“ Aber, so Graf-Friedel weiter, die endgültige Entscheidung solle schon dem Gremium obliegen. „Wenn natürlich gleich zwei Drittel oder mehr dagegen sind, dann müssen wir noch mal drüber reden. Aber jedem können wir es nicht recht machen.“ Und viel Zeit zu diskutieren bleibt auch nicht. Denn laut Stadtbaumeister Thomas Wanner, der am Montagabend die endgültigen Pläne für die Umgestaltung in der Bachgasse und Herzogin-Anna-Straße vorstellte, gebe es einen straffen Zeitplan. Wanner: „Es soll alles heuer fertig werden. Es wird parallel mit zwei Kolonnen gearbeitet.“

Wie berichtet, soll die Innenstadt weiter aufgewertet, die Straßen bis zum Marktplatz weiter umgestaltet werden. Wenn im Herbst alles fertig ist, gibt es direkt bei der Einfahrt zur Herzogin-Anna-Straße eine Querungsinsel für Fußgänger, den gleichen Gehweg wie rund um das Schlossfeld und mehr Parkplätze – inklusive Behindertenparkplätze. Alles wird komplett barrierefrei gestaltet. Die jetzigen Parkmöglichkeiten zwischen Bachgasse und Herzogin-Anna-Straße werde mit zwei Baumreihen ausgestattet, dort soll künftig nicht nur geparkt, sondern auch verweilt werden. Ideen, wie etwa einen Trinkwasserbrunnen oder eine besondere Statue dort zu installieren, stehen ebenfalls im Raum. Aber: Über das „Wie“ wurde im Stadtrat diskutiert. Während Wolfgang Konle (SPD) einen Brunnen als unverzichtbar bezeichnete, findet Hans Mesch (FW) diesen überflüssig. Gerhard Polifka hatte einen anderen Vorschlag: „Es gab schon früher dort einen Brunnen, vielleicht kann man diesen einfach wieder beleben.“

Geeinigt hat sich der Stadtrat am Montag einstimmig darüber, dass nun im ersten Schritt die Anwohner über den geänderten Bodenbelag in der Bachgasse informiert werden, die Thematik Trinkwasserbrunnen und Statue vorerst außen vor gelassen werden. „Und dann legen wir schnell mit den Ausschreibungen los“, so Lenz.

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