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19.07.2009

Große Lust aufs Musizieren

Höchstädt Er ist einer der ältesten Vereine Höchstädts. "Nur die Schützen gibt es länger", meint Bürgermeisterin Hildegard Wanner am Freitagabend beim Jubelfest des Höchstädter Gesangverein, der 150 Jahre alt wird. Sänger und - nach langer Pause wieder - Sängerinnen und das Kammerorchester geben sich und den Festbesuchern im Pfarrsaal St. Josef viele Ständchen und demonstrieren, wie verbindend die Musik in ihren vielfältigen Facetten ist. Vorstand Erwin Rieder, der als Geiger in der Orchestervereinigung eine Pause eingelegt hatte, äußert Freude. "Was ihr hier geboten habt, macht mir wieder Lust aufs Musizieren."

Dank für den rundum gelungenen Abend erntet Anton Kapfer, Chorleiter seit 1972, von allen Seiten. Besonderen Beifall findet, dass die Frauen im "Nostalgiechor" wieder dabei sind. "Sie haben nichts von ihrem Klang verloren", meint der Chorleiter anerkennend.

Abwechselnd singen Männer und Frauen, allein oder gemeinsam und es spielt die Orchestervereinigung unter Leitung von Werner Bürgle. Die Abfolge hat Kapfer an die Geschichte des Traditionsvereins angelehnt und bei der Chronik bezieht er sich auf die Arbeit von Anton Fischer, der in mühevoller Kleinarbeit Daten und Geschehnisse zum 125-jährigen Bestehen zusammengetragen hatte (siehe auch Info).

Musikalischer Rückblick auf 150 Jahre

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Wie sich der Gesangverein bei der Gründung anhörte und welche Lieder er darbot? Anton Kapfer wählt dafür als Beispiele u. a. die Lieder von den "zwei Königskindern" und "Die Loreley". Es folgen "Das Höchstädter Heimatlied", weitere Volkslieder, "Der Herr ist mein Hirt" zum Totengedenken und "Freude schöner Götterfunken" als krönender Abschluss. Die Orchestervereinigung glänzt mit Werken von Bartok und Haydn.

Die hohe Qualität des musikalischen Vortrags lobt Landtagsabgeordneter Georg Winter. Statt am Freitagabend mit Merkel und Seehofer in Nürnberg zu feiern, nimmt er den Termin in Höchstädt wahr. "Die Entscheidung war richtig", sagt Winter und erntet dafür den Applaus der Besucher.

Die Probleme der Chöre spricht Helmut Grämling, Vizepräsident Chorverband Bayerisch-Schwaben, an. Tradition müsse in die Gegenwart eingegossen werden, meint er. Bei dem Überangebot an Möglichkeiten für junge Leute sei es wichtig, für das Gemeinschaftserlebnis im Chor zu werben und damit Nachwuchs zu sichern. Günther Durner, Vorsitzender Kreischorverband, betont die Rolle des Gesangvereins als "musikalischer Botschafter" für Höchstädt und den Kreis.

Jubiläumsgottesdienst wird am Sonntag, 26. Juli, 10 Uhr, in der Stadtpfarrkirche gefeiert. Gestaltet wird er vom Kirchenchor und der Orchestervereinigung. Im Anschluss daran findet das Pfarrfest statt.

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