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Stadtrat

12.01.2019

Gundelfingen ehrt drei Persönlichkeiten

Gundelfingens Bürgermeisterin Miriam Gruß (Zweite von links) ehrte verdiente Persönlichkeiten der Stadt (von links): Georg Wörishofer, Vera Schweizer und Edwin Beitinger.
Bild: Alexander Kunz, Stadt Gundelfingen

Vera Schweizer, Georg Wörishofer und Edwin Beitinger erhalten Auszeichnung. Gundelfingens Bürgermeisterin Miriam Gruß blickt zurück.

Es ist gute Tradition in Gundelfingen, dass in der ersten Stadtratssitzung des Jahres das Stadtoberhaupt auf das vergangene Jahr zurückschaut. So war es auch am Donnerstagabend. Bürgermeisterin Miriam Gruß ging in ihrer Rede zur Lage der Stadt auf viele Punkte ein, die Gundelfingen 2018 bewegten und auch im neuen Jahr bewegen werden. Sanierung der Brenzhalle, Sanierung des Wasser- und Kanalnetzes, Planungen für Feuerwehrgerätehaus, Kläranlage und Kriegerdenkmal sowie der Start des Jugendrates. Zur Sprache kam unter anderem die Dorferneuerung in Peterswörth. „Auch diese werden wir in diesem Jahr nun endgültig auf den Weg bringen“, kündigte Gruß an. Auch bei den Friedhöfen solle sich etwas tun. „Ich weiß, dass die Ungeduld groß ist“, so die Bürgermeisterin. Man werde in diesem Jahr „durchdachte Konzepte“ entwickeln und erste Schritte anschieben. Gruß wisse, dass die Stadt das Thema ärztliche Versorgung noch nicht grundlegend angegangen ist. „Aber ich freue mich über den Neubau einer Arztpraxis unserer Hausärztin Dr. Prodan – ein wichtiges Signal für unsere Stadt.“

Beim Thema Bauplätze verkündete Gruß, dass die Stadt bezüglich der Entwicklung des Schwarzareals zuversichtlich sei. Mithilfe eines privaten Investors sollen dort etwa 130 Wohneinheiten entstehen. Außerdem befinde sich die Stadt in sehr guten Abstimmungen mit privaten Eigentümern, um nach Echenbrunn und Peterswörth nun auch in Gundelfingen ein neues Baugebiet auszuweisen. Zum Schluss dankte Gruß Mitarbeitern und Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Der Zweite Bürgermeister Viktor Merenda dankte wiederum Miriam Gruß für ihr Engagement sowie die harmonische Zusammenarbeit und lobte ihre Fähigkeit, Probleme souverän und mit weiblichem Charme zu lösen.

Großartiges auf die Beine gestellt

Neben der Rede zur Lage der Stadt ist auch die Ehrung verdienter Persönlichkeiten fester Bestandteil der ersten Stadtratssitzung des Jahres. Die Ehrennadel in Silber erhielt der Unternehmer Edwin Beitinger. Er habe in der fast dreißigjährigen Geschichte seines Unternehmens Großartiges auf die Beine gestellt, lobte Gruß. „Heutzutage würde man sagen, er war damals ein richtiger Start-up-Unternehmer, von der eigenen Garage im Wohnhaus zum großen Unternehmer.“

1989 hatte er die Idee, Begleitungen von Spezialtransporten durchzuführen. Schnell vergrößerte sich sein Fuhrpark, er stellte Mitarbeiter ein und baute im Gundelfinger Industriegebiet ein Büro- und Werkstattgebäude. Bis heute hat sich seine Firma „Transport-Service-Beitinger“ stetig vergrößert. „Und dabei ist er stets der jederzeit ansprechbare, sympathische Eddi geblieben“, lobte Gruß. Beitinger fehlten anschließend die Worte. Er sagte lediglich: „Ich bin überwältigt.“

Dank ihm gibt es die tollen Stadtführungen

Ebenfalls die Ehrennadel in Silber erhielt der historische Berater Georg Wörishofer. Er sei im gesamten Landkreis und darüber hinaus als kompetenter Ansprechpartner in geschichtlichen Fragen bekannt und beliebt. Dank ihm könne Gundelfingen seit 13 Jahren Stadtführungen mit hohem Niveau anbieten. Er hat an einer Vielzahl von Veröffentlichungen zu Gundelfingen mitgearbeitet. Außerdem hält er Vorträge und wirkte bei Ausstellungen im Bleichestadel mit.

Herausragend sei sein Einsatz im Gedenkjahr 2012 gewesen, dazu übernahm er viele Aufgaben beim Spitaljubiläum 2018. „Die Stadt Gundelfingen dankt Herrn Wörishofer für seinen vielfältigen persönlichen Einsatz zur Erforschung und Vermittlung der Stadtgeschichte“, sagte Gruß. Wörishofer freute sich: „So eine Ehrung ist zugleich auch Ansporn, das Beste für Gundelfingen zu tun.“

Jahrzehntelange Leistungen gewürdigt

Die Auszeichnung mit der Ehrennadel in Gold ging in diesem Jahr an die Stadträtin Vera Schweizer. Sie ist 1972 zusammen mit ihrem Mann, dem damaligen Bürgermeister Gundelfingens, in die Gärtnerstadt gekommen. „Seitdem bereits engagieren Sie sich in vielfältiger sozialer und gesellschaftspolitischer Hinsicht in unserer Stadt“, sagte Gruß in ihrer Laudatio.

S chweizer leitet unter anderem den AWO-Ortsverein, gründete und leitet die Ortsgruppe vom Bund Naturschutz, war Gründungsmitglied des Projekts Frauenhaus Dillingen, des Kinderschutzbundes Dillingen sowie des Burggrabentheaters. Engagement zeigt sie außerdem für das Ferienprogramm, die Arge Donaumoos, das Mooseum Bächingen und den Helferkreis Asyl.

Gruß verwies auf die Dankurkunde des Bayerischen Innenministeriums und die Verdienstmedaille des Landkreises für Schweizer. „Es ist nun an der Zeit, dass die Stadt Gundelfingen Ihre jahrzehntelangen Leistungen würdigt“, so die Bürgermeisterin. Schweizer sei für die Menschen in vorbildlicher Hinsicht da gewesen, habe sich umweltpolitisch engagiert sowie für die Rechte von Kindern und Jugendlichen und in besonderem Maße auch für Frauen eingesetzt. Ohne dies gäbe es heute vielleicht auch keine Bürgermeisterin in der Stadt, betonte Gruß. Schweizer nahm die Auszeichnung mit feuchten Augen an. Sie sprach von einer „besonderen Ehre“ und kündigte an: „Solange es meine Gesundheit zulässt, werde ich weitermachen.“

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