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Politik

06.03.2020

Gundelfinger Sozialdemokraten feiern ihre Geschichte

Sie feierten 110 Jahre SPD Gundelfingen: (von links) Viktor Merenda, Dietmar Bulling, Jürgen Hartshauser, Miriam Gruß, Ulrike Bahr, Franz Maget, Birgit Spengler, Siegfried Wölz und Vera Schweizer.
Bild: SPD Gundelfingen

Der SPD-Ortsverein besteht seit 110 Jahren. Zum Jubiläum gibt es eine Warnung für die Zukunft

Einen stimmungsvollen Abend hatte die Gundelfinger SPD mit ihren Gästen anlässlich des 110-jährigen Bestehens des Ortsvereins. Zu diesem hatten die beiden Ortsvorsitzenden Birgit Spengler und Jürgen Hartshauser ins Pfarrheim eingeladen. Dabei konnten sich die beiden laut Pressemitteilung über ein volles Haus freuen. In ihrer Begrüßung konnte Spengler neben vielen SPD-Mitgliedern auch viele Mandatsträger aus dem kompletten Landkreis begrüßen.

Miriam Gruß, die Bürgermeisterin der Stadt Gundelfingen, freute sich über das Jubiläum der Gundelfinger Genossen. 110 Jahre Geschichte in Gundelfingen seien beeindruckend und auch wichtig für die Stadt. So war es Marianne Spielberger, die 1978 als erste Frau in den Gundelfinger Stadtrat einzog und dort einen weiteren Schritt zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen vollzog.

Hier war und ist die SPD schon immer Vorreiter gewesen, so Gruß, schließlich hat sich die SPD auch von Anfang an für das Frauenwahlrecht eingesetzt.

Gundelfinger Sozialdemokraten feiern ihre Geschichte

Eine abwechslungsreiche Geschichte hat die SPD in Deutschland, aber auch in Gundelfingen, so Dietmar Bulling, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Dillingen. Von der Gründung bis heute hat sich die SPD für Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit eingesetzt, sah sich dabei immer aber auch Anfeindungen und Verfolgung ausgesetzt. In seiner Ansprache erinnerte Bulling auch an große Sozialdemokraten aus Gundelfingen, wie Peter Schweizer und Walter Hartshauser, die Stadt und Landkreis nachhaltig mit verändert haben.

Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der schwäbischen SPD, Ulrike Bahr, gab einen Rückblick auf die Anfänge der SPD und einen Ausblick auf die Zukunft der Partei. In den Gründungsjahren der Gundelfinger SPD kämpfte die Sozialdemokratie nicht nur für ein besseres Leben, sondern auch gegen die Monarchie, die die Demokratie verhindern wollte. Nach dem Verbot der Partei in der Zeit des Nationalsozialismus war es Mathias Hefele, der die SPD in Gundelfingen wieder gegründet hat.

Einen Dank für die Übernahme des Ehrenamtes sprach Franz Maget, langjähriger Fraktionsvorsitzender der SPD im bayerischen Landtag, aus. Ohne das politische Ehrenamt gebe es keine Demokratie. Vieles, das heute selbstverständlich ist, musste erst erkämpft werden. In seiner mitreißenden Ansprache gab Maget einen Einblick in die Geschichte und aktuelle Themen der heutigen Zeit.

Aufgewachsen in der Nachkriegszeit ist er einer der Ersten, die nie Krieg im eigenen Land erleben mussten. Daher warnte er vor rechtsradikalen Kräften, deren einziges Ziel es sei, die Demokratie zu zerstören.

Bei den anstehenden Wahlen treten die beiden langjährigen Stadträte Siegfried Wölz und Viktor Merenda nicht mehr zur Wahl an. In ihrer Laudatio für die beiden bedankten sich Vera Schweizer, Birgit Spengler und Jürgen Hartshauser für das Engagement, das Wölz und Merenda für die SPD und auch für ihre Mitmenschen eingebracht und dabei eine Stadt wie Gundelfingen geprägt hätten. Zum Abschluss stimmten alle in das Arbeiterlied „Brüder zur Sonne“ ein, welches durch Stadtrat Hans Stenke und Bernd Duschek vorgetragenen wurde. Beide hatten auch die musikalische Umrahmung des Abends übernommen. (pm)

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