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Gundelfingen

18.02.2017

Hart wie einst die Spartaner

Vor dem Lauf am 8. April fließt bei den 16 Teilnehmern schon im Training viel Schweiß.
Bild: Indrich

In Gundelfingen bereiten sich 16 Sportler auf eine ganz besondere Art von Crosslauf gespickt mit Hindernissen vor. Und die Kartei der Not profitiert davon.

300 Spartaner waren es, die sich vor zweieinhalbtausend Jahren mit aller Macht und Kraft gegen die übermächtigen persischen Truppen aufgebäumt haben. Gestählte Kämpfer mit einem unbändigen Willen. 300 Sportler sind es nicht, die sich in Gundelfingen zusammengetan haben, um am Spartan Race in München am 8. April teilzunehmen. Doch 16 Sportler haben sich gefunden, um gemeinsam mit Christian Deisler von Premio Fitness in Gundelfingen zu trainieren und am Ende auf die fünf Kilometer lange Strecke zu gehen. Erst vor einigen Jahren ist der Trend, der den traditionellen Crosslauf mit verschiedensten Hindernissen verbindet, nach Deutschland herübergeschwappt. 2014 hat Christian Deisler aus Gundelfingen selbst zum ersten Mal mitgemacht und in Tschechien einen Lauf der Kategorie „Beast“ absolviert. Der geht über die Halbmarathondistanz, zwischendurch müssen die Teilnehmer Hindernisse überklettern, unter Drahtgestellen durch den Schlamm robben, sich an Seilen hinaufhangeln. Nach sechseinhalb Stunden Quälerei kam Deisler damals ins Ziel. So lang, sagt er, werden die Teilnehmer, die er seit Jahresbeginn trainiert, nicht unterwegs sein. Er geht davon aus, dass das Team, das am Ende gemeinsam über die Ziellinie gehen wird, etwa eineinviertel bis eineinhalb Stunden für die fünf Kilometer lange Strecke auf dem Olympiagelände in München brauchen wird. Doch dafür muss schon vorher ordentlich geschwitzt werden.

Sechs Trainingseinheiten pro Woche stehen im Trainingsplan der vierzehn Männer und der beiden Frauen im Team. Drei Mal Laufen, zwei Mal Krafttraining und ein extra „Spartan Work-out“ mit „functional training“ im Studio. Trainiert werden Kraftausdauer, Geschicklichkeit und der Gleichgewichtssinn. Trotz all der Anstrengung werden manche Hindernisse für den ein oder anderen unüberwindbar bleiben. Dann müssen pro Teilnehmer, der das Hindernis nicht schafft, 30 sogenannte Burpees absolviert werden. Dabei macht der Sportler eine Liegestütze und springt anschließend in die Höhe. Und genau an dieser Stelle kommt die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung, ins Spiel. Denn hier hat sich Christian Deisler zusammen mit seinem besten Freund Alexander Baumgärtner etwas Besonderes ausgedacht. Pro Burpee spenden das Fitnessstudio „Premio“ und die Allianzagenturen Welzhofer und Nilius aus Gundelfingen und Günzburg einen bestimmten Betrag an die Kartei der Not. Der Ursprung, sagt Baumgärtner, der zuerst selbst mitlaufen wollte, war eine verlorene Wette. Doch weil die Zeit gerade knapp ist, weil er eine der Allianzagenturen derzeit übernimmt, kam er auf die Idee, die andere, in der er schon gearbeitet hat, auch gleich noch mit als Sponsor ins Boot zu holen. „Die waren sofort mit dabei.“ Und warum ist man als Teilnehmer beim Rennen dabei? „Weil man sich da als Sportler mit anderen messen kann“, sagt Christian Deislers Bruder Markus, bevor er an der nächsten Station weitertrainiert.

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