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Aislingen

18.06.2020

Haushalt 2020: Investiert Aislingen in Kotbeutel?

Die Aislinger Gemeinderäte diskutierten unter anderem darüber, ob die Aschberggemeinde Hundekotbeutelspender aufstellen soll.
Bild: Sabine Presnitz (Symbol)

Plus Der Gemeinderat berät über den Haushalt für 2020. Zwei Themen sorgen für Diskussionsstoff.

Im Aislinger Gemeinderat stand am Dienstagabend der Haushalt für 2020 auf der Agenda. Dass der Haushalt bis Mitte Juni noch nicht beschlossen wurde, hat für Bürgermeister Jürgen Kopriva zweierlei Gründe: „Wir wollten dem neu gewählten Gemeinderat nicht die Entscheidung vorwegnehmen.“ Die Corona-Beschränkungen hätten zudem Zeit gekostet. Der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Holzheim, Helmut Baum, stellte den Ratsmitgliedern den vorläufigen Haushaltsplan für 2020 vor. Laut Baum ist die Finanzlage der Gemeinde Aislingen nicht gefährdet. „Eine Neuverschuldung wäre bei einem Niedrigzins von einem Prozent tragbar“, sagte er. Knapp 300000 Euro Überschuss aus dem vergangenen Jahr können nach Berechnung der Verwaltung dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Einen großen Posten nimmt der Neubau der Feuerwehrgarage mit 225000 Euro ein.

Haushalt Aislingen: Gemeinderäte diskutieren über Investitionen

In was der Rat außerdem investieren möchte, wurde in einer Liste zusammengetragen. „Sinnvolle Anregungen“ seien dabei, gab Kopriva zu verstehen. Vieles davon, wie der Kauf von Bauplätzen, sei allerdings bereits in der Vorversion vermerkt. Für den Grunderwerb sind sogar 500000 Euro vorgesehen. So hat man auch die vergangenen Jahre verfahren. „Es hat noch nie am Geld gefehlt, sondern an den Möglichkeiten“, erklärt Ratsmitglied Andreas Kraus. Zwei Vorschläge waren bisher nicht im Haushalt vorgesehen: der Wunsch nach einem Volleyballplatz und die Installation von Hundekotbeutelspendern. Zweiteres entfachte unter den Mitgliedern eine Diskussion über den Sinn und Zweck solcher Spender, für die 2000 Euro veranschlagt werden. Bürgermeister Kopriva merkte an, dass die Behälter regelmäßig geleert werden müssten. Stefan Wecker erklärte den neuen Räten, dass man sich bereits vor vier Jahren dagegen entschieden hätte. Trotzdem stimmten die Gemeinderäte für eine Aufnahme aller Vorschläge in den Haushalt, der somit in einer weiteren Sitzung beschlossen wird.#

Landratsamt Dillingen: Holzlager bei Rieder "nicht genehmigungsfähig"

Für weiteren Diskussionsstoff sorgte ein überdachtes Holzlager bei Rieder. Die Bauherren hatten ohne Voranfrage mit der Errichtung am Rande des Landschaftsschutzgebiets begonnen. Das Landratsamt Dillingen stuft den Bau deshalb als „nicht genehmigungsfähig“ ein. Trotzdem solle der Gemeinderat darüber einen Beschluss fassen, so Kopriva. Der Bürgermeister betonte, dass das Vorgehen der Bauherren falsch gewesen sei. Doch die Gemeinde müsse abwägen, ob sie sich mit einer Ablehnung nicht für ähnliche Vorhaben versperre. Einige Räte merkten an, dass der Holzverschlag kaum wahrnehmbar sei und dass es sich um Unwissenheit gehandelt haben müsse. Der Aislinger Gemeinderat stimmte dem Bauvorhaben rückwirkend zu.

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