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22.07.2010

Heimatpreis 2010 geht an das Mooseum

Der Heimatpreis 2010 geht an das Mooseum in Bächingen. Bei der Preisverleihung dabei waren am Mittwochabend (von links) Monika Suckut, Sebastian Diedering, Rainer Hönl, Monika Keck, Wilhelm Rochau, Leo Schrell, Reinhold Hochstädter und Roland Grandel. Foto: Gaugenrieder
Bild: Gaugenrieder

Bächingen Knapp zwei Monate ist es her, dass das Mooseum in Bächingen mit dem Qualitätssiegel Umweltbildung.Bayern ausgezeichnet wurde. Als einen Leuchtturm der Umweltbildungslandschaft bezeichnete Ministerialrat Dr. Rudolf Kibler die Einrichtung damals. Eben dieser Leuchtturm wurde nun von den Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis mit dem Heimatpreis 2010 ausgezeichnet. "Wir haben hier das richtige Projekt ausgesucht", sagte der Kreisverbandsvorsitzende Rainer Hönl bei der Preisverleihung.

Im Mooseum seien die Kriterien für den mit 3000 Euro dotierten Heimatpreis in idealer Weise erfüllt. "Es wird auch auf dem Land immer wichtiger, dass die Kinder die Kultur, die über die Jahre hinweg verloren geht, wieder entdecken. Das Mooseum hat sich zu einem besonderen Highlight heimatlicher Kultur entwickelt", sagte Hönl. Denn erst wenn die Heimat fehlt, schmerze die Seele. Wilhelm Rochau, 1. Vorsitzender des Fördervereins, zeigte sich überrascht über den "riesengroßen Scheck und den riesengroßen Betrag". "Das Geld ist bei uns so gut angelegt wie unser Geld bei euch", versprach er. Denn das Mooseum brumme derzeit mit Aktivität. Immer mehr Gruppen würden sich anmelden, um die Natur und die Heimat in Bächingen neu zu entdecken. Rochau verstand die Verleihung des Heimatpreises als Bestätigung und Anerkennung für das Team. "Dass der Weg schwer wird, wussten wir von Beginn an. Aber im Zusammenspiel mit starken Partnern kann man mit Mut und Beharrlichkeit vieles meistern." Die Raiffeisen- und Volksbanken seien einer dieser starken Partner.

Landrat Leo Schrell beglückwünschte das Team des Mooseums zur Auszeichnung mit dem Heimatpreis 2010. "Es ist wichtig, bei jungen Leuten das Thema Heimat in den Fokus zu rücken. Trotz aller Technik können wir nicht in einer virtuellen Welt leben. Jeder Mensch braucht seine Wurzeln, eine Heimat", so Schrell. Dass der Heimatpreis dieses Thema wieder in den Mittelpunkt rücke, sei nicht zuletzt deshalb bedeutsam. "Mit dem Mooseum habt ihr eine sehr gute Wahl getroffen", sagte Schrell an die Adresse der Raiffeisen- und Volksbanken gewandt. Hier sei es gelungen, Visionen mit Tatkraft umzusetzen. Damit trage das Mooseum zum Bestreben des Landkreises bei, die Werthaltigkeit der Natur und Heimat ins Bewusstsein der Menschen zu bringen.

Heimatstolz vermitteln

Wie diese Arbeit genau aussieht, erklärte Monika Suckut bei der Preisverleihung. "Wir legen viel Wert auf Heimatbewusstsein, das zeichnet uns hier aus", so Suckut. So bringt die Einrichtung ihren Besuchern nicht nur das schwäbische Donautal näher und engagiert sich in der Umweltbildung für Kinder und Erwachsene. "Wir wollen den Besuchern, besonders den Kindern, auch zeigen, wie das Leben hier früher war, den Menschen eine Möglichkeit zum Austausch bieten und ihnen ein Stück Heimatstolz vermitteln."

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