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Konzert

25.10.2016

Heiße Rhythmen und Klangträume

Bei der gemeinsamen Zugabe im ausverkauften Festsaal des Lauinger Rathauses. Im Bild von links die acht Musiker: Sonja Lorenz, Christoph Heinrich, Bernd Fischer, Franz Heim, Thomas Höpfner, Agata Englert , Gerhard Kling und Christian Kempter.
Bild: Horst von Weitershausen

Concerto Latino und das H2F.Trio lockten zahlreiche Besucher in den Festsaal des Rathauses Lauingen. Das ausverkaufte Haus erlebte einen Hörgenuss der Sonderklasse

Einmal mehr sorgte der Wittislinger Musiker Christian Kempter für musikalischen Hörgenuss. Im ausverkauften Festsaal des Rathauses Lauingen spielte er mit seinem „Concerto Latino“ Musik von argentinischer Leidenschaft und brasilianischer Lebensfreude.

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Vor seinem Auftritt am Vibrafon mit Sonja Lorenz (Querflöte) Agata Englert (Gitarre), Franz Heim (Kontrabass) und Gerhard Kling (Percussion und Piano) eröffnete das H2F.Trio mit Thomas Höpfner am Schlagzeug, Bernd Fischer, Saxofon, und Christoph Heinrich am E-Piano das Konzert.

Im Mittelpunkt von H2F standen skandinavische Komponisten, deren Musik, passend zur herbstlichen Jahreszeit, die Zuhörer in entlegene Klangwelten entführte. Dabei beeindruckte Bernd Fischer durch instrumentale, beinahe meditative Aussdrucksstärke, die durch die technisch überaus versierte Beherrschung seiner verschiedenen Saxofone noch verstärkt wird.

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Filigrane, dezente Perkussion – wenn es sein muss auch mal mit den bloßen Händen gespielt – beherrscht Schlagzeuger Thomas Höpfner, der für sein dynamisches Schlagzeugsolo lautstarken Beifall erhielt. Am E-Piano steuerte Christoph Heinrich mit Basslinien, Akkorden und Harmonien einen wunderbaren Klangteppich als Grundlage für die Saxofonsoli. Darüber hinaus glänzte er ebenfalls durch souverän gespielte, technisch sehr anspruchsvolle Solopassagen. H2F ist keine Giftmischung, sondern ein wohlschmeckender Klangcocktail.

Südamerikanische Rhythmen und Lebensfreude lieferte anschließend Concerto Latino. Mit einem bravourösen „Tango Jalouise“ eröffneten die fünf Musiker ihr virtuoses Spiel im Stil des Tango Nuevo mit schwierigen Tempo-, Dynamik- und Takt-Wechseln. Doch auch in den langsamen, melancholischen Passagen wussten die Musiker durch ihr gut aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel zu überzeugen. Im Kontrast dazu wurde das Publikum anschließend durch Bossa-Nova-, Chôro- und Samba-Rhythmen mit brasilianischer Lebensfreude mitgerissen. Als dann das Stück „Somewhere Over the Rainbow“ auf dem Programm stand, stellte Franz Heim als Moderator die Frage, was dieses Schmachtstück mit lateinamerikanischer Musik zu tun habe: „Nix“, wenn nicht Christian Kempter daraus einen lockeren Bossa-Nova-Groove mit südamerikanischem Flair arrangiert hätte.

Nicht weniger verdutzt zeigte sich das Publikum über den ungarischen Tanz von Johannes Brahms im Salsa-Stil mit einem groovigen Perkussions-Solo. Umso mehr brandete danach der Beifall unter den Besuchern auf. Es bedurfte jedoch keiner großen Anstrengung vonseiten des Publikums, von den Musikern eine gemeinsame Zugabe der beiden Bands zu erklatschen.

Auch hierbei glänzten die acht Musiker in beeindruckendem Zusammenspiel, wobei jedoch auch einmal Schluss sein musste.

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