1. Startseite
  2. Lokales (Dillingen)
  3. Heiße Rhythmen zur kalten Jahreszeit

Dillingen

01.02.2016

Heiße Rhythmen zur kalten Jahreszeit

concerto latino im Dillinger Colleg zwei Mal ausverkauft
Bild: Sabine Remiger Vhs

Beide Konzerte von Concerto Latino in Dillingen waren ausverkauft

Dillingen Die Volkshochschule Dillingen präsentierte unter dem Motto „Heiße Rhythmen zur kalten Jahreszeit“ am Samstag und Sonntag im Dillinger Colleg die neu gegründete Band Concerto Latino. Viele neugierige Musik-Fans sorgten dafür, dass beide Konzert-Termine ausverkauft waren.

Was die zahlreichen Besucher angelockt hat - die Aussicht auf südamerikanische Rhythmen und Lebensfreude oder der Bekanntheitsgrad der neu zusammengefundenen aber im Landkreis wohl bekannten Bandmitglieder von „Concerto Latino“? Auf alle Fälle wurden die Zuhörer mit einem musikalischem Hörgenuss mit ausschließlich lateinamerikanischer Musik verwöhnt, der für die lokale Musik-Szene des Landkreises eine echte Bereicherung darstellt.

„Concerto Latino“ – das sind Sonja Lorenz (Querflöte), Agata Englert (Gitarre), Christian Kempter (Vibraphon), Franz Heim (Kontrabass) und Gerhard Kling (Perkussion, Klavier) - jeder in der lokalen Musik-Szene bekannt und engagiert in verschiedenen Bands und Orchestern von Klassik bis Jazz.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

In der ersten Konzerthälfte spielten die fünf Musiker virtuos dargebotene Kompositionen von Astor Piazzolla im Stil des Tango Nuevo mit schwierigen Tempo-, Dynamik- und Takt-Wechseln. Das gute Zusammenspiel der Musiker ließ insbesondere in den ausdrucksstark interpretierten langsamen Passagen der Piazzolla-Kompositionen beim Publikum ein Gänsehaut-Feeling aufkommen.

War im ersten konzertanten Teil eher aufmerksames Zuhören gefragt, wurde das Publikum nach der Pause durch Bossa-Nova-, Choro- und Samba-Rhythmen mit brasilianischer Lebensfreude mitgerissen. Der ein oder andere Konzertbesucher hätte sich sicher etwas Platz zum Tanzen gewünscht.

Als dann Franz Heim als stets kurzweiliger Moderator mit trockenem Witz die Frage stellte, was das Stück „Somewhere Over The Rainbow“ mit lateinamerikanischer Musik zu tun habe, lautete die Antwort: „Nix, ... aber es ist halt ein schönes Stück“. Also wurde es von den Musikern gekonnt mit lockerem Bossa-Nova Groove und südamerikanischem Flair dargeboten.

Ein Highlight des Konzerts waren die beiden letzten Nummern: Johannes Brahms ungarischer Tanz im Salsa-Stil mit einem groovigen Perkussions-Solo im 3/4-Salsa hört man nicht alle Tage und riss das Publikum ebenso mit wie das auch unter dem Namen Amorada bekannte Stück Brasileirinho.

Mit begeistertem Abschlussapplaus forderte das Publikum eine Zugabe, die dann mit einer verfremdeten Version des Volksliedes „Kein schöner Land“ mit ruhigem brasilianischem Groove und Feeling nochmals überraschte. Man wünscht sich von der Gruppe ein baldiges Wiederholungskonzert. (pm)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren