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Kommunalpolitik

02.04.2014

Hildegard Wanner im Höchstädter Stadtrat?

Noch keine endgültige Entscheidung der noch amtierenden Bürgermeisterin. Johannes Gorhau würde nachrücken. Vater und Sohn neu im Gremium

Hildegard Wanner gehört weiterhin dem Höchstädter Stadtrat an. Sie hat zwar die Bürgermeisterwahl in ihrer Heimatstadt bekanntlich gegen Herausforderer Stefan Lenz knapp verloren, doch wurde sie auf der CSU-Liste als „Stimmenkönigin“ in den Stadtrat gewählt. Ob sie das Amt am 1. Mai auch tatsächlich antreten wird, lässt sie momentan noch offen. Gestern sagte sie im Gespräch mit unserer Zeitung, sie wolle die Entscheidung darüber in aller Ruhe treffen: „Es sprechen gute Gründe dafür, das Mandat anzunehmen, aber auch etliche Argumente dagegen“, sagte sie.

Sicher ist für Hildegard Wanner allerdings, dass sie ihr Mandat im Kreistag ausüben wird, in den sie ganz klar wiedergewählt worden ist.

Den Kreisvorsitz im Gemeindetag hat sie verloren. Im Mai wird ihr Nachfolger gewählt werden. Formell gehört Hildegard Wanner noch bis Juli dem Präsidium des Bezirksverbandes des Bayerischen Gemeindetages an, deren Vorsitzende sie ja ebenfalls ist. Dann erst wird ein Nachfolger gewählt.

Hildegard Wanner im 
Höchstädter Stadtrat?

Ihre private Zukunft sieht die bisherige Bürgermeisterin nicht mehr im Finanzamt, wo sie früher tätig war: „Ich müsste mich erst wieder einarbeiten und würde dann nach eineinhalb Jahren sowieso in den Ruhestand gehen.“ Außerdem ist sie nach zwölf Amtsjahren als Bürgermeisterin und insgesamt jetzt weit über 40 Jahren Dienst ohnehin pensionsberechtigt.

Nachrücker für Hildegard Wanner auf der CSU-Liste wäre Johannes Gorhau. Er erhielt von den Wählern am 16. März 643 Stimmen.

Nach zwölf Jahren Pause ist Manfred Maneth wieder in den Stadtrat gewählt worden. Weil die SPD solange nur zwei Sitze innehatte, schaffte er erst jetzt wieder den Sprung ins Gremium. Auf 18-jährige Ratserfahrung kann er schon zurückblicken. Aber nicht nur das ist eine Besonderheit im neuen Stadtrat: Denn auch Sohn Gerrit Maneth hat es geschafft – für die Freien Wähler. Er kandidierte zum ersten Mal und wurde prompt gewählt. Damit sitzen künftig Vater und Sohn im Stadtrat, aber für unterschiedliche Parteien. „Ich glaube, am stolzesten ist meine Mutter“, erzählt Gerrit Maneth und lacht. Ursprünglich wollte der Gruppenleiter bei BSH in Dillingen eine eigene Liste gründen, der Bürokratie-Aufwand sei aber zu groß geworden.

„Ich wollte nie einer Partei angehören, sondern einfach ein Bürger von Höchstädt sein. Mit den Freien Wählern war es aber jetzt das Einfachste“, so Maneth.

Anfangs sei sein Vater schon darüber enttäuscht gewesen, aber im Nachhinein sei es die beste Lösung gewesen.

„Nur so haben wir es gemeinsam in den Stadtrat geschafft. Da wir uns sowieso meist einig sind, wird es keine Probleme geben“, so der 40-Jährige. Außerdem solle die Partei keine Rolle spielen – sowohl in der Familie als auch im Stadtrat. „Ich erwarte, dass wieder mehr kommuniziert wird im Stadtrat und auch wieder auf die CSU-Kollegen zugegangen werden kann“, so Maneth.

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