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Gewerbeboom

25.05.2016

Höchstädt blüht auf

Der Baumarkt Smital in Höchstädt wird abgebrochen. Dort entsteht nun ein Bäckereicafé.
Bild: Berthold Veh

Die Donaustadt verändert sich. An jeder Ecke wird gerade gebaut. Privatleute und Unternehmer investieren in den Standort. Woran das liegen könnte

Mit mehr als drei Millionen Euro hat Höchstädt im vergangenen Jahr eine der besten Gewerbesteuer-Einnahmen in der Statistik zu verbuchen. Es läuft bei den Unternehmern und Firmeninhabern der kleinen Donaustadt. Sehr gut sogar. Denn nicht nur, dass sie die Stadtfinanzen gut aussehen lassen. Mehr noch: Sie investieren kräftig und das auch weiter in den Standort Höchstädt. In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich bereits einiges verändert und es geht weiter. Ganz zur Freude von Bürgermeister Stefan Lenz. „Es tut sich was“, sagt er. Jede Menge sogar. Einige Beispiele: Dort, wo jahrzehntelang Smital war, entsteht ein neues Bäckereicafé. Ein modernes Wohn- und Geschäftshaus wird in der Nähe – anstelle des ehemaligen Tobi – errichtet. In der Dillinger Straße wird ein Waschpark mit SB-Boxen und Portalanlage gebaut. Auch die „Alte Schmied“ am Judenberg gibt es nicht mehr, neue Wohneinheiten entstehen. Besonders erfreulich, so der Bürgermeister weiter, sind die vielen Neuansiedlungen im Gewerbegebiet Oberglauheimer Straße: Firma Reichhardt, Firma Haustechnik Schwenk und Firma Sommer-Caravan siedeln sich an oder erweitern. Auch die Verhandlungen an der Bahn würden gut laufen, bis Ende des Jahres könnte die Stadt dort sogar ausverkauft sein.

Bürgermeister Lenz nennt zusätzlich mehrere Gewerbeanmeldungen sowie Sanierungen im Altstadtgebiet und in der Herzog-Philipp-Ludwig-Straße – sowohl privat, als geschäftlich. „Wenn man sieht, was sich insgesamt im Innenstadtbereich tut, dann kann man durchaus sagen, wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte Lenz bei der Haushaltsverabschiedung im Stadtrat. Damit es aber weitergeht, muss auch die Stadt ihren Anteil dazu beitragen. Und das tut sie: Mit der größte Brocken im Etat für 2016 sind die Ausgaben für Baulanderwerb – der dringend getätigt werden muss laut Lenz. Er sagte bei der Sitzung: „Gott sei Dank haben wir eine gute Nachfrage bei Bauplätzen und Gewerbegebieten, aber die Anzahl der verfügbaren Bauplätze ist sehr überschaubar.“ Knapp eine Millionen Euro für Grunderwerb hat der Stadtrat deshalb vor wenigen Wochen einstimmig beschlossen.

Aber nicht nur neue Gewerbeansiedlungen erfreuen die Verantwortlichen in der Stadt. Tobias Langer, Vorsitzender der Höchstädter Wirtschaftsvereinigung, sagt: „Unsere Zugpferde Nosta, Thanner und Grünbeck investieren ebenfalls und erweitern. Wir haben derzeit einen guten Aufwärtstrend. Höchstädt blüht auf.“ Auch deshalb, da ist sich Langer sicher, weil die Stadt noch attraktiver geworden ist. Sei es, dass die Innenstadt von Marktplatz bis Schloss in neuem Glanz erscheint, dass es genügend Parkplätze vor oder in der Nähe der Geschäfte gibt und dass fast im kompletten Stadtgebiet bis zu 50 Megabit schnelles Internet verfügbar ist. „Das haben nicht mal Dillinger. Das ist schon toll“, sagt der WV-Vorsitzende. Für Langer alles Gründe, warum auch immer mehr Privatleute investieren oder sich in Höchstädt niederlassen. Und: „Die Zusammenarbeit mit der Stadt und den Gewerbetreibenden ist gut. Die Verhandlungen sind unkompliziert. Jetzt brauchen wir nur noch die neue B16.“

Für Langer hat Höchstädt alles, was man braucht. „Wir sind ländlich und trotzdem gut aufgestellt. Ob nun regional gekauft wird, das liegt an den Leuten. Wir müssen den Einzelhandel weiter fördern.“

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