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Malefizgericht

29.01.2019

Höchstädt hat wieder Erbarmen mit dem Jammermaier

Im Höchstädter Schlosshof fand nach einer dreijährigen Pause wieder das Malefizgericht statt.
Bild: Veh

Erst gibt es fadenscheinige Ausreden und dann eine fetzige Party

Nach dreijähriger Pause fand am vergangenen Wochenende wieder das traditionelle Malefizgericht der Schlossfinken im Höchstädter Schlosshof statt (wir berichten). Neben den bewährten Spielern Max Schmid (Staatsanwalt), Roland Jahrisch, Harald Riedel und Richard Morath (alle Gerichtsdiener) sowie Josef Sing junior (Gerichtsschreiber und Regisseur) wurden die Rollen des Jammermaiers und des Henkers neu besetzt. Benedikt Mückstein (Jammermaier) und Josef Schröttle (Henker) brillierten in ihren neuen Rollen, was das Publikum mit viel Beifall belohnte.

Die Verhandlung nahm nach dem Gefangenenzug vom Geigerturm zum Schlosshof ihren Lauf. Nach der Verlesung der Anklage versuchte Jammermaier mit fadenscheinigen Ausreden seinen Kopf vom Schafott zu bekommen.

Prinz Benedikt und Prinzessin Marina, das Gericht sowie die anwesenden Bürger zeigten sich allerdings wenig beeindruckt von den Ausführungen des Angeklagten und forderten „nach Paragraph 0815 der Schlossfinken-Präambel den Kopf dieses Taugenichts und Nörglers“. Mit Schimpf und Schande wurde er zum Schafott geführt. Als der Henker zum Schlag ausholt, zeigte allerdings Prinzessin Marina ein großes Herz und begnadigte den Jammermaier. Umrahmt wurde dieses alte Höchstädter Fasnachtsspiel von der Trommlergruppe des Historischen Vereins Höchstädt und der Fanfare-Brass-Band aus Lauingen. Passend zum historischen Charakter ertönte auch der Höchstädter Stadtgruß zum Einzug des hohen Gerichts. Bernhard Veh, Vorsitzender, dankte allen Akteuren für ihr Engagement, bevor die Fanfare-Brass-Band mit fetzigen Faschingshits den Abend ausklingen ließ. (pm)

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