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Höchstädt

31.08.2018

Höchstädt ist höchst aktiv

Gerrit Maneth mit dem Pokal für den Sieg beim Kickerturnier.

Wie wird die Grund- und Mittelschule saniert? Was passiert mit Norma? Und geht es eigentlich in Sachen B16 Nord voran? Höchstädts Bürgermeister Gerrit Maneth ist auf jeden Fall nicht langweilig.

Jetzt muss Gerrit Maneth nur noch überlegen, wo er den Pokal hinstellt. Aber seit dieser Woche steht der Preis für die Sieger unseres Kickerturniers da, wo er hingehört: im Rathaus Höchstädt. Denn das Team der Stadtverwaltung rund um seinen Bürgermeister hat souverän die Mannschaft der Bundeswehr im großen Finale unseres DZ/WZ-Kickerturniers im Sportheim der SSV geschlagen (wir berichteten). Damit sind die Höchstädter die ersten Tischkicker-Sieger im Landkreis Dillingen. „Das war super, das tut uns gut“, sagt Gerrit Maneth.

Gut getan hat dem Bürgermeister, der seit März dieses Jahres im Amt ist, auch der Urlaub mit seiner Familie. Seit wenigen Tagen ist er wieder voll im Einsatz, wobei „ich im Urlaub jeden Tag auf den aktuellen Stand gebracht wurde und E-Mails gecheckt habe“. Das gehöre dazu und so staue sich nichts an. Denn an Arbeit mangelt es dem Rathauschef nicht – auch nicht in der Sommerpause. Im Gegenteil. „Wir hatten im Wahlkampf viele tolle Ideen. Aber unsere Megathemen binden unsere Kräfte“, sagt er. Welche das sind? Ein Überblick:

Schule, Supermarkt, Straße

Grund- und Mittelschule: Wird nun saniert? Was kostet alles? Und vor allem: Wann geht es endlich los? Viele Fragen, die sich nicht nur Lehrer, Schüler und Bürger stellen. „Es gibt gerade sehr viel abzuklären. Der Förderantrag wird aber bis 30. September gestellt“, sagt Maneth. Und zwar unabhängig von den jetzigen Besprechungen. Denn, so erklärt es der Bürgermeister, momentan stehe die gewünschte Sanierung nach Raumprogramm seitens der Regierung von Schwaben gegenüber der gewünschten Sanierung nach Bestand seitens des Schulverbandes Höchstädt. „Wir versuchen, alle möglichen Fördermöglichkeiten auszuschöpfen. Es wäre für uns ein Rückschritt, wenn nach Bedarf und nicht nach Bestand saniert werden würde.“

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Denn, wie berichtet, muss der Höchstädter Schulverband dringend handeln. Nachdem Mitte vergangenen Jahres bekannt wurde, dass der ursprünglich geplante Anbau für die Grundschule an die Mittelschule nicht gefördert wird, wird seither an der Umsetzung für eine Generalsanierung beider Gebäude gearbeitet. Mehr als 20 Millionen Euro Kosten stehen im Raum. „Alle zwei Wochen gibt es einen Jour fixe, es ist auch immer die Schule vertreten. An den Planungen hat sich nichts geändert, wir müssen nun einfach klären, was wie gefördert wird“, so Gerrit Maneth. Und das dauert. Frühester Termin für einen möglichen Sanierungsbeginn: erstes Quartal 2020.

Die Grund- und Mittelschule in Höchstädt muss generalsaniert werden.
Bild: Karl Aumiller

B16: Von einem Baubeginn können die Höchstädter aktuell nur träumen. Der Weg zur Baureife der Umgehungsstraße im Norden der Stadt ist langwierig. Denn vor wenigen Wochen wurde erst klar: Es muss noch mal neu geplant werden. Wieder mit Wasserschutzgebiet. Wieder mit dem sogenannten RiStWag-Programm, das eine Hochtrasse beinhaltet – mit all seinen Auflagen. „Das wird teurer. Eine Trasse ohne Wasserschutzgebiet ist viel günstiger, das ist klar“, sagt Gerrit Maneth. Was nicht heißt, dass letztere Variante ohne Folgekosten bleiben würde. Wenn trotz B16 Nord das WSG erhalten bleiben kann, muss die Stadt ihr Wasserwerk dringend sanieren. Andersrum folgen ein Rückbau und ein Eintritt zu Rieswasser. „Das Thema ist so komplex, man muss sehr viel abklären und abwägen. Genau das machen wir gerade, ich habe täglich damit zu tun. Fakt ist, dass das Ministerium eine Planung mit Wasserschutzgebiet fordert“, erzählt der Rathauschef.

Warum das jetzt erst passiert, nachdem der Plan ohne WSG planfeststellungsreif in der Schublade liegt? Höchstädts Bürgermeister formuliert es so: „Die Kommunikation zwischen Wasserwirtschaftsamt und Staatlichem Bauamt war nicht optimal.“ Für ihn persönlich habe vor allem das Thema Rechtssicherheit eine hohe Bedeutung, da Maneth von Klagen – so oder so – ausgehe. Und er hat ein Ziel: Ende dieses Jahres will er mit seinem Stadtrat eine endgültige Entscheidung treffen. Mit oder ohne Wasserschutzgebiet? „Vielleicht ist dieses verlorene halbe Jahr später ein gewonnenes halbes Jahr.“

 

Ein Eislaufplatz für Höchstädt

Personal: Noch bis heutigen Freitag können sich Interessierte für eine Stellenausschreibung der Stadt Höchstädt bewerben. Gesucht ist ein verantwortlicher Innenstadtkoordinator für die Bereiche Stadtmarketing und Veranstaltungsmanagement in Teilzeit. Und das Interesse ist groß, Maneth hat schon einige Bewerber. „Für mich ist das ein ganz wichtiges Thema. Ich freue mich sehr darüber, und wir brauchen dringend jemanden, der sich darum kümmert.“ Maneth sieht für Höchstädt ein großes Potenzial, die Stadt sei sehr interessant. Genau das müsse mehr fokussiert und herausgearbeitet werden. Schlagwort Attraktivität. „Das wird sicher spannend.“ Es gibt noch eine weitere personelle Verstärkung im Rathaus. Ein Bautechniker unterstützt künftig Stadtbaumeister Thomas Wanner für die komplette Verwaltungsgemeinschaft. Damit wolle man sich modern aufstellen, zudem sei Wanner als offizieller Projektsteuerer für die Sanierung der Schule zusätzlich ausgelastet.

Eislaufplatz: Endlich: Dieses Jahr soll es nun so weit sein. Bei der SSV Höchstädt entsteht ein Eislaufplatz, der über den Bach geflutet werden soll. Schon diesen Winter sollen die Höchstädter dort Schlittschuh laufen können – wenn es kalt genug wird. „Wir müssen nur noch klären, wer die Verantwortung übernimmt“, so Gerrit Maneth. Entsprechende Signale seitens des Sportvereins habe es aber bereits gegeben.

Innenstadt: Wie geht es mit dem Supermarkt Norma weiter? Bürgermeister Maneth sagt, dass es gute Gespräche mit allen Beteiligten gäbe – mit Filialleiter, Nachbarn und Eigentümern. Man wolle eine gute Lösung für alle finden. „Ich kann auf jeden Fall sagen, dass Norma in der Höchstädter Innenstadt bleibt“, so Maneth. Gerüchte um einen Bau außerhalb weist er deutlich zurück.

Der Verkehr in der Höchstädter Innenstadt nimmt immer mehr zu. Die B16 im Norden ist ein großer Wunsch vieler Höchstädter.
Bild: Karl Aumiller

Sicher errichtet werden soll auch ein Trinkbrunnen für die Bürger oder Radtouristen. Im Rahmen eines Leader-Förderprogramms solle das noch in diesem Jahr möglich gemacht werden. Der Brunnen soll in der Herzogin-Anna-Straße gegenüber Elektro Kunzmann installiert werden. Zudem soll eine E-Bike-Ladestation bei der Eisdiele am Marktplatz kommen. Fahrradfahrer können bislang schon im Schlosscafé „volltanken“.

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