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Sitzung

16.03.2016

Höchstädt will ein modernes Rathaus

So sieht das Bürgerbüro im Erdgeschoss des Rathauses aktuell aus. Bald sollen die Räume moderner und funktioneller gestaltet werden.
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So sieht das Bürgerbüro im Erdgeschoss des Rathauses aktuell aus. Bald sollen die Räume moderner und funktioneller gestaltet werden.

Die erste Kostenschätzung für eine Sanierung schockt die Räte allerdings

297000 Euro. Die Zahl sitzt. Einige Höchstädter Stadträte schlucken am Montag bei der Sitzung. Günter Ballis (FDP) sagt etwa: „Das ist der Wahnsinn.“ Wolfgang Konle glaubt, dass die Verwaltung das „Höchstmaß der Strapazierfähigkeit“ des Gremiums testen will. Und Jan Waschke sagt, dass andere für dieses Geld ein kleines Haus bauen. Höchstädt braucht dieses Geld, um zu sanieren. Konkret soll das Erdgeschoss im Rathaus komplett umgestaltet, neustrukturiert, modernisiert und funktional bestens ausgestattet werden, wie Bürgermeister Stefan Lenz ausführt. Denn: „Der Bedarf ist da. Darüber brauchen wir nicht diskutieren.“

Bei der Sitzung stellt der Rathauschef seinem Gremium das Ergebnis der Planungen vor: Räume werden neu aufgeteilt, Sichtkontakt zu allen Kollegen soll jederzeit gewährleistet sein, schallschluckende Materialien sollen das Arbeiten erleichtern, die Seitentische sollen höhenverstellbar und damit behindertengerecht eingerichtet werden und ein Wandbildschirm soll den Bürgern als Orientierungs- und Leitsystem dienen. „Wichtig ist aber auch, dass wir vor allem eine deutliche Anlaufstelle für unsere Bürger und ihnen gleichzeitig mehr Platz für Diskretion schaffen“, so Lenz weiter. Von den knapp 300000 Euro fallen dabei 90000 Euro nur auf Inventar und damit auf die VG. Die Stadt Höchstädt trägt die reinen Baukosten.

Und die sind auch für Simon Wetschenbacher, Bauausschussvorsitzender, enorm: „Allein, dass wir für diese Planung 40000 Euro ausgegeben haben, ist unglaublich“. Trotzdem glaubt er, dass durch die Maßnahmen mehr Platz gewonnen und die Struktur im Rathaus straff organisiert werden könne. „Vergesst aber nicht, dass wir auch unsere Schule sanieren müssen – und die hat definitiv Vorrang. Geht auch nicht davon aus, dass es im Bauausschuss billiger wird.“ Denn einstimmig hat das Gremium beschlossen, dass der Ausschuss sich alle einzelnen Gewerke genau anschauen und dementsprechende Beschlüsse fassen soll.

Jakob Kehrle (FW) stimmt auch für diesen Vorschlag, aber er hat eine andere Meinung: „Wir kommen nicht um den Fakt rum, dass wir das Rathaus sanieren müssen. Aber wäre ein Neu- oder Anbau nicht sinnvoller? Können wir das zumindest nicht prüfen? Diese Zeit sollten wir uns schon nehmen.“ Zumal er glaube, dass durch die Sanierung nicht mehr Platz im Erdgeschoss geschaffen werde. Ludwig Kraus (CSU) spricht dagegen: „Der Mehrzweckraum ist ja bislang kaum genutzt. Künftig ist er belegt. Ich meine, wir gewinnen also schon Platz.“ Ihm ist es am Montag wichtig, seine Ratskollegen aber auch daran zu erinnern, dass diese Sanierung des Erdgeschosses nur möglich sei, weil der Sitzungssaal bereits umgestaltet wurde, „der damals so umstritten war“. "Seite 33

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