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14.04.2011

Höchstädter Kita wird teurer

Kindergartengebühren steigen um 17 Prozent. Fünf Räte dagegen

Höchstädt Eltern zahlen künftig in Höchstädt für einen Kindergartenplatz 17 Prozent mehr. Das hat der Stadtrat am vergangenen Montagabend bei seiner Sitzung beschlossen. Aber nicht alle Räte waren mit der Erhöhung einverstanden. Fünf stimmten gegen die neue Gebührensatzung. Eine war Stadträtin Eva Graf-Friedel (FW). Ihr ist die Erhöhung zu hoch: „Auf einen Schlag ist es einfach zu viel. Ich bin der Meinung, dass wir in Höchstädt eh’ hintendran sind, und sollten daher die Gebühren auf zwei Mal erhöhen.“ Bürgermeisterin Hildegard Wanner betonte, dass die Erhöhung „längst überfällig“ sei: „Im Vergleich zu den anderen Städten im Landkreis liegt Höchstädt auch nach der Erhöhung weit unter dem Schnitt.“ Es habe auch Überlegungen gegeben auf zwei Mal zu erhöhen, das habe sich aber als nicht sinnvoll erwiesen. „Wir haben fünf Jahre die Gebühren nicht erhöht. Es war wirklich an der Zeit“, so Wanner. Ein Beispiel: Statt bislang 58 Euro pro Monat kostet der Kindergartenplatz für drei bis vier Stunden künftig 68 Euro.

Stadtrat Stephan Karg (CSU) stimmte der Bürgermeisterin zu: „In unseren Kindergärten wird wirklich tolle Arbeit geleistet. Ich finde nicht, dass wir hinten dran sind. Die Erhöhung ist zwar ein enormer Sprung, aber notwendig.“ Für gute Arbeit könne man auch mehr verlangen. Bernhard Uhl (Höchstädter Forum) räumte ein, dass die Erhöhung für die eine oder andere Familie eine Belastung sein könne, aber sie sei schulterbar. Stadtrat Wolfgang Konle (SPD) war anderer Meinung: „Ich finde nicht, dass die Erhöhung jetzt richtig ist. Ich würde den Bau des neuen Kindergartens erst abwarten.“ Außerdem bemängelte er, dass er die Unterlagen zu spät erhalten habe.

Auch im Kindergarten Deisenhofen gibt es Änderungen. Kinder unter drei Jahren können nun ebenfalls die Tagesstätte besuchen. Dafür hat der Stadtrat beschlossen, dass für diese Kinder das eineinhalbfache der neu festgelegten Gebühren entrichtet werden muss. Auch hier stimmten fünf Räte dagegen.

Dafür einstimmig wurde der Haushalt der Hospitalstiftung Höchstädt, der Katholischen Kirchenstiftung „Mariä Himmelfahrt“ für die Kindergarten „Don Bosco“ und „Adolph Kolping“, verabschiedet. Bürgermeisterin Wanner informierte außerdem, dass für Deisenhofen und Sonderheim bislang kein brauchbares Angebot für den DSL-Ausbau gefunden werden konnte.

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